DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,81 % 53.906,21 Pkt 18:28:44 S&P 500 +0,20 % 7.738,70 Pkt 18:28:48 Nasdaq +0,83 % 26.583,51 Pkt 18:28:50 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,85 % 4.405,50 USD 18:18:43 Silber +3,64 % 63,68 USD 18:18:44 Brent +1,39 % 83,64 USD 18:18:47 WTI +1,37 % 78,35 USD 18:18:50 Bitcoin +0,93 % 64.861,87 USD 18:28:48 EUR/USD +0,07 % 1,15650 USD 18:27:56 EUR/GBP -0,17 % 0,85650 GBP 18:28:52 EUR/CHF +0,14 % 0,93360 CHF 18:28:53 EUR/JPY -0,07 % 182,020 JPY 18:23:29

Bekannter Fahrradhersteller steht vor dem Aus

Wirtschaft

Accell erklärt sich für zahlungsunfähig Bekannter Fahrradhersteller vor dem Aus Von t-online Aktualisiert am 07.08.2026 - 16:18 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Krise auf dem Fahrradmarkt fordert ein nächstes Opfer. Der Radkonzern Accell kann seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen. Das Aus wird von einem Vorwurf begleitet. Die Nachwehen der Corona-Pandemie haben den Fahrradmarkt erreicht. Die niederländische Accell Group mit bekannten Marken wie Babboe, Batavus, Winora, Ghost, Raleigh, Haibike und Sparta kämpft ums Überleben. Nachdem alle Möglichkeiten ausgeschöpft seien, "kann das Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen", teilte der Betrieb nach einem Bericht der Zeitung "NRC Handelsblad" mit. Es sei deshalb notwendig, "für die betreffenden regionalen Tochtergesellschaften Insolvenzprozesse einzuleiten". Accell beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter. In Boom-Zeiten waren es rund 3.700 Beschäftigte. In Deutschland produzierte der Konzern unter anderem im oberpfälzischen Waldsassen. Die niederländische Unternehmensgruppe Accell hatte vor allem während der Pandemie stark zugelegt. Damals stieg der Fahrradabsatz rasant. Vor allem E-Bikes waren gefragt. Fahrradhersteller vor dem Aus: Schwere Vorwürfe gegen EU-Behörde Der boomende Markt lockte den US-Investor KKR. Er nahm den niederländischen Traditionskonzern 2022 von der Börse und setzte auf weitere Expansion. Doch nach dem Ende der Pandemie brach die Nachfrage ein. Auch Produktionsmängel machten dem Konzern zu schaffen. So kam vor zwei Jahren die Warnung, dass bei Babboe-Lastenrädern der Rahmen brechen könne. Schon im vergangenen Jahr musste die letzte Fabrik in den Niederlanden schließen. Die Produktion wurde von Herenveen in die Türkei und nach Ungarn verlegt. Nun steckt der ganze Konzern in der Krise. Dabei war eine Übernahme durch den asiatischen Investor Tri Star geplant. Doch die lehnten die europäischen Kartellbehörden ab. Accell-Chef Jonas Nilsson verband die Mitteilung über die Zahlungsunfähigkeit deshalb auch mit einer Anklage gegen die EU-Behörden: "Dies ist eine Mitteilung, die wir niemals hätten veröffentlichen wollen", teilte er mit. Nilsson hatte die Führung des Unternehmens erst im vergangenen Jahr übernommen.

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