DAX +0,51 % 26.259,16 Pkt 09:04:28 MDAX +0,06 % 32.447,02 Pkt 09:04:30 Euro Stoxx 50 +0,25 % 6.518,94 Pkt 09:04:30 Dow Jones -0,37 % 53.885,10 Pkt 23:23:20 S&P 500 -0,34 % 7.709,96 Pkt 00:32:46 Nasdaq -0,89 % 26.348,35 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +2,56 % 4.350,50 USD 09:09:26 Silber +3,84 % 63,80 USD 09:09:14 Brent +1,19 % 83,47 USD 09:09:12 WTI +0,84 % 77,94 USD 09:09:28 Bitcoin +0,05 % 64.295,09 USD 09:19:25 EUR/USD -0,27 % 1,15260 USD 09:18:55 EUR/GBP -0,16 % 0,85660 GBP 09:19:29 EUR/CHF +0,32 % 0,93530 CHF 09:19:29 EUR/JPY +0,17 % 182,452 JPY 09:19:30

Bekannter Münchner Auto-Pionier meldet Insolvenz an: „Bittere Enttäuschung“

Wirtschaft

rosenheim24-de Bayern München Bekannter Münchner Auto-Pionier meldet Insolvenz an: „Bittere Enttäuschung“ Von: Martina Hunger Uns auf Google folgen Das Münchner Vorzeige-Start-up wollte mit einem Solarauto die Mobilität revolutionieren. Nun hat Sono Motors den Betrieb eingestellt und Insolvenz angemeldet – die entwickelte Solartechnik steht bereits zum Verkauf. München – Das Münchner Start-up Sono Motors hat seinen operativen Geschäftsbetrieb zum Freitag (31. Juli) eingestellt. Nach zehn Jahren Entwicklungsarbeit wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Trotz intensiver Gespräche mit potenziellen Investoren sei es nicht gelungen, eine langfristig tragfähige Finanzierung zu sichern, teilte das Unternehmen mit. Sono Motors war seit 2016 vor allem durch den geplanten Solar-Elektrowagen Sion bekannt geworden. In die Karosserie integrierte Solarzellen sollten Strom erzeugen und dadurch die Reichweite des Fahrzeugs erhöhen. Das Auto schaffte es allerdings nie bis zur Serienproduktion. Auch interessant: Schlussakkord nach 142 Jahren: Münchner Traditionsgeschäft macht für immer dicht Insolvenz nach Rückzug des Hauptinvestors Auslöser der erneuten finanziellen Schwierigkeiten war nach Angaben des Unternehmens der Rückzug der Muttergesellschaft Sono Group N.V. Diese hatte im März 2026 angekündigt, die Finanzierung der Solarsparte mit sofortiger Wirkung zu beenden. Die Geschäftsführer Denis Azhar und Jan Schiermeister übernahmen die Sono Motors GmbH anschließend zunächst selbst. Während einer Sanierungsphase wurden Gespräche mit verschiedenen Investoren geführt. Eine ausreichende Anschlussfinanzierung kam jedoch nicht zustande. „Dass wir die Finanzierung letztlich nicht sichern konnten, ist eine herbe Enttäuschung“, erklärte Azhar. Die Gespräche mit möglichen Geldgebern seien bis zuletzt intensiv geführt worden. Auch interessant: Nach Insolvenz: Bayerischer Traditionsbetrieb macht Ende 2026 dicht Traum vom Solarauto Sion platzte bereits 2023 Ursprünglich wollte Sono Motors mit dem Sion ein vergleichsweise günstiges Elektroauto auf den Markt bringen. Tausende Unterstützer reservierten das Fahrzeug oder beteiligten sich an Finanzierungskampagnen. Anfang 2023 lagen nach damaligen Unternehmensangaben mehr als 44.000 private Reservierungen und gewerbliche Vorbestellungen vor. Die benötigten Mittel für die Serienproduktion kamen dennoch nicht zusammen. Im Februar 2023 stellte Sono Motors das Sion-Programm ein. Anschließend konzentrierte sich das Unternehmen auf ein weniger kapitalintensives Geschäft mit Solarlösungen für Busse, Lastwagen, Lieferwagen und gewerbliche Fahrzeugflotten. Auch mit dieser Neuausrichtung gelang jedoch keine dauerhafte wirtschaftliche Stabilisierung. Auch interessant: Seit 1855 im Geschäft: Bayerischer Traditionsbetrieb meldet Insolvenz an Solartechnik von Sono Motors steht zum Verkauf Im Zuge der Insolvenz soll nun das technologische Kernportfolio einen neuen Eigentümer finden. Zum Verkauf stehen unter anderem die Marke Sono Solar, das geistige Eigentum, Hardware-Komponenten und technische Unterlagen. Das Angebot umfasst außerdem: die für den Sion entwickelte Solarintegration, Solarladeregler für Elektrofahrzeuge, weitere Leistungselektronik, digitale Solardatendienste. Das Management hofft, dass ein Käufer das gesamte Geschäft oder zumindest einzelne Bereiche übernimmt und die nach Unternehmensangaben marktreifen Produkte weiterentwickelt. Konkrete Interessenten wurden zunächst nicht genannt. Auch interessant: Nach über 700 Jahren: Traditions-Brauerei aus Bayern meldet Insolvenz an Insolvenz beendet zehn Jahre Start-up-Geschichte Geschäftsführer Schiermeister bezeichnete die Insolvenz als „harten Einschnitt“. Er dankte den Beschäftigten, Kunden, Partnern und der Community, die das Unternehmen über Jahre unterstützt hatten.

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