Bekannter Thriller-Regisseur wollte Richard Gere übergewichtig machen - der Grund ist kurios
Um ihre Stars dorthin zu bekommen, wo sie sie haben wollen, gehen Filmschaffende oft weite Wege. Ein Beispiel: Adrian Lyne und Richard Gere bei "Untreu".
Richard Gere galt lange als der charmante Herzensbrecher Hollywoods. Ganz anders zeigte er sich 2002 in Adrian Lynes Psychothriller "Untreu" (im Original: "Unfaithful"), wo er an der Seite von Diane Lane einen ganz normalen, beinahe langweiligen Ehemann spielt, der von der Untreue seiner Frau überrascht wird.
Um Gere weniger wie einen Leinwand-Adonis und mehr wie "Mr. Durchschnitt" wirken zu lassen, versuchte Regisseur Lyne, ihn beim Dreh im wahrsten Sinne des Wortes "ein bisschen schwerer" zu machen.
Thriller-Regisseur greift zu Trick bei Richard Gere
"Ich wollte nicht, dass Richard sportlich, athletisch rüberkommt ... und habe deshalb erfolglos versucht, ihn ein bisschen übergewichtig zu machen", erzählte Lyne laut "Entertainment Weekly" bei einer Vorführung des Films im Academy Museum of Motion Pictures.
Zu seinem konkreten Vorgehen offenbarte der Kult-Regisseur:
Gere durchschaute den Regie-Trick demnach schnell. Sichtbar zugenommen hat er nicht, doch die Rolle überzeugte durch Understatement und Verletzlichkeit.
Adrian Lyne verrät weitere Details zu "Untreu"
Lyne lobte Geres Performance insbesondere in einer Badewannen-Szene: "Es ist ein Herzbrecher, wenn er zu ihr in die Badewanne steigt und sie eigentlich nicht will, dass er da ist. Ich fand, er war in der Szene wunderbar", schwärmt der Filmemacher, der mit dem Ergebnis offensichtlich trotzdem zufrieden war.
Richard Gere selbst sagte einst zur Krimihandlung: "Ohne eine schlechte Entscheidung gibt es keine Dramatik. Es ist fast so, als würde das Universum dich da rein schubsen." Der Verrat, die existenzielle Unsicherheit – also das Triebhafte des Geschehens – verstanden beide als Kern von "Untreu".
Eine der berühmtesten Szenen – das buchstäbliche "Umgepustetwerden" von Diane Lanes Figur Connie zu ihrem Liebhaber – wurde nach Lynes Angaben zuerst mit einem kleinen Jet-Triebwerk inszeniert: