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Bekanntes Asthma-Mittel könnte Krebs bremsen

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Bekanntes Asthma-Mittel könnte Krebs bremsen – Studie liefert vielversprechende Ergebnisse

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Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Montelukast, auch Singulair genannt, möglicherweise bei der Behandlung von Krebs helfen kann.

Die Forschung arbeitet kontinuierlich daran, neue Lösungen zu finden, um Krebs zu bekämpfen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten mit dieser Erkrankung zu verbessern. Manchmal ergeben sich neue Ansätze unerwartet, auch durch den Einsatz von Medikamenten, die ursprünglich für andere Erkrankungen entwickelt wurden. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass ein Arzneimittel zur Behandlung von Asthma offenbar auch eine Wirkung gegen aggressive Tumoren haben könnte.

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Dieser Artikel von Riccardo Cristilli entstand in Kooperation mit Gazzetta dello Sport.

Krebsforschung: Asthmamedikament rückt in den Mittelpunkt

Das Forschungsteam unter der Leitung von Bin Zhang von der Northwestern University hat in der Fachzeitschrift Nature Cancer die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, in der Montelukast – auch Singulair genannt – untersucht wurde, ein Arzneimittel gegen Asthma, das offenbar auch bei verschiedenen Krebsarten helfen könnte. Die Forschenden konzentrierten sich dabei insbesondere darauf, wie Tumore weiße Blutkörperchen umprogrammieren, um der Immuntherapie zu entgehen, und nutzten für die Experimente ein Mausmodell sowie menschliches Gewebe. Ziel war es, alternative Behandlungswege für Krebsarten zu finden, die besonders resistent gegenüber Immuntherapien sind, darunter das dreifach negative Mammakarzinom.

Wie Tumore das Immunsystem für ihr Wachstum ausnutzen

Die Forschenden zeigten, dass Medikamente wie Montelukast das Molekül CysLTR1 hemmen. Dieses spielt sonst bei Asthma und Entzündungen eine Rolle. Forschende der Northwestern University entdeckten, dass viele Tumoren dieses Gen ausnutzen, um Therapien zu widerstehen. Sie täuschen das Immunsystem und fördern das Wachstum von Neutrophilen. Diese weißen Blutkörperchen unterstützen die Tumorentwicklung.

Das Molekül fungiert dabei offenbar als eine Art Schalter. Die Forschenden beobachteten, dass dessen Blockade durch Medikamente wie Singulair das Immunsystem wieder in die Lage versetzte, das Wachstum der Tumoren zu bremsen.

Dieser Ansatz zielt nicht auf die Entfernung schädlicher weißer Blutkörperchen ab. Er richtet die Zellen neu aus, um den Tumor zu bekämpfen. Bei mehreren Tieren verbesserte dieses Vorgehen das Überleben, da sich die Immunantwort erholte. Für ihre Analysen nutzten die Forschenden umfangreiche Datensätze von Krebspatientinnen und -patienten, Proben menschlicher Tumoren, menschliche Immunzellen und Mausmodelle.

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