Belarus: Schweineproduzent Danprod meldet Insolvenz an
Einer der führenden Schweinefleischproduzenten in Weißrussland kann seine hohen Bankschulden von umgerechnet mehr als 35 Mio. € nicht mehr bedienen und hat Insolvenz angemeldet. Wie pig progress berichtet, belaufen sich die Vermögenswerte des Unternehmens aktuell nur noch auf umgerechnet gut 4 Mio. €. Das Unternehmen Danprod betrieb mit einer Jahresproduktion von rund 110.000 Schweinen einst den größten Schweinekomplex in Belarus. Weißrussische Produzenten haben zunehmend Schwierigkeiten, mit den steigenden Schweinefleischimporten aus dem Nachbarland Russland zu konkurrieren. Laut Importstatistik kamen bereits 2025 rund 30 % mehr Schweinefleisch aus Russland ins Land. Die wachsende Abhängigkeit von russischem Schweinefleisch hat bereits Kritik seitens der belarussischen Führung ausgelöst, die wiederholt eine stärkere heimische Produktion gefordert hat. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bezeichnete die Abhängigkeit von russischen Schweinefleischimporten als inakzeptabel: „Wir importieren Schweinefleisch aus Russland. Eine Schande!“ Doch nicht nur für Weißrussland ist die Pleite von Danprod ein Problem. Denn das Unternehmen wurde 2015 auch mithilfe ausländischer Investoren aus Dänemark aufgebaut. Ursprünglich sollte das Großunternehmen mithilfe dänischer Produktionsstandards weit mehr als 90 % seines Fleisches im Ausland platzieren. Die Ziele wurden nicht ansatzweise erreicht. Ihre Meinung ist gefragt Was denken Sie über dieses Thema? Was beschäftigt Sie aktuell? Schreiben Sie uns Ihre Meinung, Gedanken, Fragen und Anmerkungen. Wir behalten uns vor, Beiträge und Einsendungen gekürzt zu veröffentlichen.