Belgiens Kevin De Bruyne zeigt der Türkei seine Klasse
Für die Türken mit dem in den Medien bereits angezählten Coach Vincenzo Montella war der Druck größer, sie hatten die ersten beiden Spiele gegen Frankreich (0:1) und Italien (1:4) verloren, brauchten also dringend Punkte. Belgien konnte das Spiel etwas entspannter angehen. Sie hatten 2:0 gegen Italien gewonnen, ehe es gegen Frankreich ein 0:1 gab.
Und Belgien setzte auch das erste Ausrufezeichen. Routinier De Bruyne tankte sich an der Strafraumgrenze energisch durch und traf mit einem satten Rechtsschuss flach ins türkische Tor (10.).
Schlagabtausch nach Belgiens Führung
Die Türken wollten den Rückstand schnellstmöglich wettmachen und antworteten mit entschlossenen Offensivaktionen. Vor allem Jungstar Arda Güler setzte sich immer wieder in Szene, blieb jedoch mehrfach ohne zählbaren Erfolg. Auf der anderen Seite kamen die Belgier immer wieder zu gefährlichen Kontern.
Zur Freude der Zuschauer wogte die Partie in Lüttich hin und her. Zunächst köpfte Abdülkerim Bardakçı knapp am Tor der Belgier vorbei (19.), wenig später schoss Dodi Lukébakio den Ball an den türkischen Pfosten (36.). Die größte Chance zum Ausgleich hatte kurz vor der Pause Merih Demiral, der eine flache Hereingabe freistehend übers Tor drosch (44.).
De Bruyne mit viel Gefühl
Nach der Pause machten die Teams weiter, als hätte es keine Pause gegeben. Lukébakio knallte den Ball erneut an den Pfosten (53.), dann scheiterte Yunus Akgün mit einem strammen Schuss.
Dass es mit Gefühl manchmal besser geht, zeigte erneut De Bruyne, nach dessen sehenswertem Schlenzer aus 18 Metern sich Torhüter Uğurcan Çakır vergebens streckte (60.).
Niederlage für engagierte Türken zu hoch
Die Türkei ließ sich auch von diesem Nackenschlag nicht entmutigen und spielte weiter nach vorne. Doch Belgien blieb eiskalt. Das dritte Tor durch Lukaku (76.) ließ die Partie am Ende eindeutiger aussehen, als sie war.
Ob das dem unter Druck stehenden Türkei-Trainer Montella in den nächsten Tagen helfen wird, ist allerdings mehr als fraglich.
Für Belgien geht es am 5. Oktober um 20.45 Uhr weiter mit einem Auswärtsspiel in Frankreich. Die Türkei ist gleichzeitig in Italien zu Gast.