Beliebter Streamer Adam Wolke an geplatztem Hirnaneurysma gestorben: Wie kommt es zu dieser Todesursache?
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Streamer Adam Wolke an geplatztem Hirnaneurysma gestorben: Wie kommt es zu dieser Todesursache?
Der deutsche Streamer Adam Wolke, bekannt als SkylineTV, ist mit 36 Jahren gestorben. Laut einem Instagram-Beitrag von Jens "Knossi" Knossalla und Verena Ullrich erlitt er eine schwere Hirnblutung infolge eines geplatzten Hirnaneurysmas. Doch was ist das genau, warum kann ein solches Aneurysma lebensgefährlich werden – und welche Warnzeichen gibt es?
Der deutsche Streamer Adam Wolke ist im Alter von 36 Jahren gestorben. Bekannt wurde er unter dem Namen SkylineTV, mit dem er zu den frühen Pionieren des sogenannten IRL-Streamings gehörte. Die Nachricht von seinem Tod teilten sein Freund und Streaming-Kollege Jens "Knossi" Knossalla und seine Freundin Verena Ullrich am 20. Oktober auf Instagram mit. Wolke habe eine schwere Hirnblutung infolge eines geplatzten Hirnaneurysmas erlitten. Sein Management bestätigte den Tod gegenüber Medien.
Knossalla und Ullrich erklärten in ihrem Beitrag, sie seien bis zuletzt an Wolkes Seite gewesen. Zugleich baten sie darum, die Privatsphäre seiner Familie und Angehörigen zu respektieren.
Wolke war vor allem für seine Livestreams außerhalb der eigenen vier Wände bekannt. Unter dem Namen SkylineTV nahm er sein Publikum mit auf Reisen, zu Veranstaltungen und an unterschiedliche Orte. Damit prägte er eine Form des Streamings, bei der nicht Videospiele, sondern Erlebnisse im echten Leben im Mittelpunkt stehen. Sein Tod lenkt nun den Blick auf eine Erkrankung, die lange unbemerkt bleiben kann und im Ernstfall lebensgefährlich ist: das Hirnaneurysma.
Was ist ein Hirnaneurysma?
Ein Aneurysma ist eine krankhafte Ausbuchtung der Wand eines Blutgefäßes. Ein Hirnaneurysma entsteht an einer Arterie im Gehirn oder in dessen unmittelbarer Nähe. Die Gefäßwand ist an der betroffenen Stelle geschwächt und wölbt sich nach außen. Besonders häufig bilden sich solche Ausbuchtungen an Stellen, an denen sich Blutgefäße verzweigen.
Viele Menschen wissen nicht, dass sie ein Hirnaneurysma haben. Nach Angaben des medizinischen Informationsportals "Gesundheitsinformation.de" haben etwa drei von 100 Erwachsenen ein solches Aneurysma. Die meisten verursachen keine Beschwerden und bleiben ein Leben lang unauffällig. Manche werden nur zufällig entdeckt, etwa bei einer bildgebenden Untersuchung des Kopfes aus einem anderen Anlass.
Ein Aneurysma kann sich entwickeln, wenn die Gefäßwand an Elastizität verliert. Bluthochdruck und Rauchen gehören zu den Risikofaktoren, ebenso können Entzündungen oder seltene Erkrankungen des Bindegewebes eine Rolle spielen. Auch eine familiäre Veranlagung kann das Risiko erhöhen. Das bedeutet allerdings nicht, dass bei allen Menschen mit diesen Risikofaktoren ein Aneurysma entsteht oder dass ein vorhandenes zwangsläufig reißt.
Was passiert, wenn ein Hirnaneurysma platzt?
Reißt die geschwächte Gefäßwand, tritt Blut aus der Arterie aus. Häufig entsteht dadurch eine sogenannte Subarachnoidalblutung. Dabei gelangt Blut in den Raum zwischen den Hirnhäuten, der das Gehirn umgibt. Weil der Schädel ein weitgehend geschlossener Raum ist, kann die Blutung den Druck im Schädel rasch erhöhen. Das austretende Blut und der steigende Druck können das empfindliche Hirngewebe schädigen.
Die Folgen können schwerwiegend sein: Betroffene können das Bewusstsein verlieren, bleibende neurologische Schäden erleiden oder an den Folgen der Blutung sterben. Zudem können weitere Komplikationen auftreten, etwa eine erneute Blutung oder eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Ein gerissenes Hirnaneurysma ist deshalb ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofortige medizinische Behandlung erfordert.
Wie gefährlich eine solche Blutung ist, zeigt auch die Statistik: Laut "Gesundheitsinformation.de" sterben etwa 40 von 100 Betroffenen innerhalb der ersten Wochen. Bei weiteren Betroffenen kann es zu schweren und dauerhaften Nervenschäden kommen. Die individuellen Folgen hängen unter anderem davon ab, wie stark die Blutung ist und wie schnell die Behandlung beginnt.
Welche Symptome kann ein Hirnaneurysma verursachen?
Ein nicht gerissenes Aneurysma bleibt oft symptomlos. Ist es größer oder liegt es ungünstig, kann es auf benachbarte Hirnstrukturen oder Nerven drücken. Dann sind beispielsweise Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Lähmungen der Augenmuskeln möglich.
Wenn ein Aneurysma reißt, ist ein typisches Warnzeichen ein plötzlich einsetzender, extrem starker Kopfschmerz. Betroffene beschreiben ihn mitunter als den stärksten Kopfschmerz ihres Lebens. Weitere mögliche Symptome sind Nackensteifigkeit, Übelkeit, Erbrechen sowie Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit. Solche Beschwerden können verschiedene Ursachen haben, müssen in dieser Kombination beziehungsweise bei plötzlich extrem starken Kopfschmerzen aber dringend medizinisch abgeklärt werden.
Bei Verdacht auf eine akute Hirnblutung sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Es ist wichtig, nicht abzuwarten, ob die Beschwerden von allein verschwinden.
Kann man einem Hirnaneurysma vorbeugen?
Nicht jedes Hirnaneurysma muss behandelt werden. Ärzt:innen wägen abhängig von Größe, Form und Lage des Aneurysmas sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand ab, ob regelmäßige Kontrollen ausreichen oder ein Eingriff sinnvoll ist. Dabei kann das Aneurysma beispielsweise durch einen kleinen Clip verschlossen oder mithilfe eines Katheters und feiner Spiralen von der Blutversorgung abgetrennt werden. Solche Eingriffe sollen verhindern, dass es zu einem Riss kommt, sind aber ebenfalls mit Risiken verbunden.
Bluthochdruck sollte behandelt werden; wer raucht, kann durch einen Rauchstopp einen wichtigen Risikofaktor reduzieren. Eine vollständige Vorbeugung ist jedoch nicht in jedem Fall möglich.
Warum ein Hirnaneurysma im konkreten Fall reißt, lässt sich aus den bisher öffentlich bekannten Angaben zu Adam Wolke nicht ableiten. Sein Tod zeigt jedoch, wie schwerwiegend die Folgen einer solchen Gefäßerkrankung sein können – selbst wenn ein Aneurysma zuvor keine erkennbaren Beschwerden verursacht hat.