Berater gesteht Verschleierung von Corona
Ein früherer Mitarbeiter des US-Immunologen Anthony Fauci hat sich im Zusammenhang mit Untersuchungen zu den Ursachen der Corona-Pandemie der versuchten Verschleierung schuldig bekannt. David Morens habe geplant, Bundesunterlagen zur Erforschung der Ursprünge der tödlichen Covid-19-Pandemie zu verheimlichen, teilte dessen Anwalt Tim Belevetz am Dienstag (Ortszeit) mit. Ein Urteil wird für den 12. November erwartet. Verschwörung zum Täuschen der US-Regierung kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Das Justizministerium wirft Morens vor, Unterlagen zu Gesprächen zur Covid-19-Forschung versteckt oder vernichtet zu haben. Er soll während seiner Tätigkeit am Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (Niaid) sein privates E-Mail-Konto genutzt haben, um Gesetze zur Akteneinsicht zu umgehen. Dazu soll auch das Bestreben gehört haben, einen umstrittenen Coronavirus-Zuschuss wieder aufleben zu lassen. Vor der Anklage hatten die Republikaner im Repräsentantenhaus bei ihren Untersuchungen zu den Ursprüngen von Corona Morens’ E-Mail-Korrespondenz unter die Lupe genommen und ihm vorgeworfen, Unterlagen absichtlich zurückgehalten zu haben. In einer Anhörung vor dem Kongress hatte Morens noch bestritten, seine private E-Mail-Adresse für den Versuch genutzt zu haben, US-Transparenzgesetze zu umgehen. Fauci selbst ist in dem Verfahren gegen Morens nicht angeklagt. Er hatte bei seiner eigenen Anhörung im Kongress Ende Juli mehr als 100 Mal die Aussage verweigert. Dabei berief er sich auf den Fünften Verfassungszusatz, nach dem sich niemand selbst belasten muss. Die Vorladung vor einen zweiten Senatsausschuss wies Fauci ganz zurück. Die Republikaner wollen ihn wegen Missachtung des Kongresses belangen. Der Fall liegt jetzt beim Justizministerium.