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Bereits 500.000 Mal heruntergeladen: Gefälschte WhatsApp-Version taucht als Anzeige im Google Play Store auf

Technologie

Im Google Play Store ist eine gefälschte Version von WhatsApp aufgetaucht. Die Klon-Anwendung wurde bereits mehrere hunderttausend Mal heruntergeladen, ehe Google sie aus dem Store entfernte.

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Nutzer des Betriebssystems Android standen vor einer weiteren Sicherheitsbedrohung im offiziellen Anwendungsgeschäft von Google. Mittlerweile wurde die gefälschte Software von Google entfernt. Eine täuschend echt gestaltete Kopie des Messengers WhatsApp verzeichnete im Play Store mehr als 500.000 Downloads, wie das Fachportal „Android Authority„ berichtet.

Die gefälschte Software tauchte bei Suchanfragen nach dem Original als gesponserte Anzeige auf. Wer nach dem bekannten Chatdienst suchte, bekam dadurch stellenweise das Plagiat an oberster Stelle präsentiert.

WhatsApp-Betrüger nutzen Vorabzugriff aus

Die Hintermänner verwendeten für ihren Eintrag die Identität eines Entwicklerkontos namens „Agment Assets sallu“ sowie Bildmaterial und Texte der echten App. Wie „Android Authority“ unter Berufung auf Nutzer der Plattform Reddit meldet, nutzte die Fälschung gezielt das sogenannte „Early Access“-Programm des Marktplatzes aus.

Diese Funktion schaltet öffentliche Nutzerbewertungen ab, sodass Betroffene andere Anwender nicht vor dem Schwindel warnen konnten. Dadurch blieb das gefälschte Programm über Wochen hinweg unentdeckt im System.

Wiederholter Vorfall belastet Googles Kontrollen

Erst wenige Tage zuvor geriet eine unechte Version des Browsers Google Chrome in die Schlagzeilen, die mehr als 100.000 Downloads erreichte. Nach Angaben von „Android Authority“ verdeutlichen beide Fälle Schwachstellen bei der automatisierten Prüfung von Werbeanzeigen im Play Store. Betrüger können dadurch geschaltete Anzeigen nutzen, um gefälschte Anwendungen in den automatisierten Prüf- und Moderationssystemen zu platzieren.

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Google Play Protect kann vor gefälschten Apps warnen

Auch wenn Google gefälschte Anwendungen aus dem Play Store entfernt, lohnt es sich, die Schutzfunktionen des eigenen Android-Geräts zu überprüfen. Google Play Protect kontrolliert Apps vor dem Download und überprüft installierte Anwendungen regelmäßig auf schädliches Verhalten. Erkennt der Dienst eine potenziell gefährliche App, kann er Nutzer warnen, die Anwendung deaktivieren oder sie automatisch entfernen.

So können Android-Nutzer ihr Gerät zusätzlich schützen:

Play Protect aktiviert lassen: Öffnen Sie den Google Play Store, tippen Sie auf Ihr Profilbild und wählen Sie „Play Protect“. Unter den Einstellungen sollte die App-Prüfung eingeschaltet sein.

Entwicklerangaben kontrollieren: Prüfen Sie vor dem Download, wer die Anwendung veröffentlicht hat. Achten Sie auch darauf, ob der Name des Entwicklers zum bekannten Anbieter passt.

Berechtigungen hinterfragen: Ein Messenger benötigt bestimmte Zugriffsrechte, aber nicht jede angeforderte Berechtigung ist automatisch notwendig. Seien Sie vorsichtig, wenn eine App ungewöhnlich weitreichenden Zugriff verlangt.

Bei einem Verdacht reagieren: Haben Sie eine verdächtige App installiert, lassen Sie das Gerät mit Play Protect überprüfen und entfernen Sie die Anwendung, wenn sie als gefährlich eingestuft wird.

Google weist darauf hin, dass Play Protect Apps sowohl aus dem Play Store als auch aus anderen Quellen überprüfen kann. Ein Restrisiko bleibt dennoch bestehen: Der Vorfall zeigt, dass auch offizielle Download-Plattformen keine absolute Garantie dafür bieten, ausschließlich echte Anwendungen anzuzeigen.

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