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Bergheim: Großbrand in Paffendorf - Warnung vor Geruchsbelästigung

Nation

An der Willy-Messerschmitt-Straße in Bergheim-Paffendorf (Rhein-Erft-Kreis) ist es am Freitagabend (21. August) zu einem verheerenden Brand gekommen. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Thomas Junggeburth sind vor den Hallen der Recycling-Firma „recova“ etwa 50 Gitterboxen mit Akkus und Elektroaltgeräten aus noch nicht geklärter Ursache in Brand geraten. Seinen Kenntnissen zufolge ist niemand verletzt worden.

Die schwarze Rauchwolke ist weithin zu sehen, immer wieder sind Explosionen zu hören. „Wir haben eine massive Rauchentwicklung“, berichtet er. Daher wurde die A61 in Richtung Venlo gesperrt, die Wolke zieht aus dem angrenzenden Gewerbegebiet genau über die Fahrbahn hinweg.

Bergheim: Feuerwehr kühlt die Halle von außen und innen

Stadtalarm wurde ausgelöst. Mehr als 100 haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute aller zehn Einheiten aus Bergheim wurden gegen 18.20 Uhr alarmiert. Vor Ort sei auch der Leiter der Feuerwehr Bergheim, Torsten Flemm. Die Feuerwehr bittet darum, die Zufahrtswege für die Einsatzkräfte freizuhalten. Es rücken weiterhin Kräfte nach.

Im Laufe des Abends trafen immer Feuerwehrleute auch aus Nachbarkommunen ein. So unterstützte die Feuerwehr Frechen mit ihrer Drehleiter und Atemschutzausrüstungen den Einsatz. Mit weiteren Drehleitern beziehungsweise Rettungsbühnen rückten auch die Kollegen aus Elsdorf an und Feuerwehrleute von RWE vom Kraftwerk Neurath.

Mehrere Einsatzabschnitte wurden gebildet. Mit massiven Löschangriffen wird das Feuer von allen Seiten bekämpft. Eine weitere Ausdehnung des Feuers wollten die Einsatzkräfte unter allen Umständen verhindern. Dies gelang aber nicht. Mittlerweile ist das Feuer auf eine angrenzende Lagerhalle übergegangen.

Schnell sei auch die Firma Amprion informiert worden, deren Hochspannungsleistungen genau über die Halle hinwegführen. Feuerwehrsprecher Sebastian Draxl ging gegen 21 Uhr nicht davon aus, dass die Leitungen aufgrund des Hallenbrandes in Gefahr geraten könnten. Unverändert wurde die Halle von allen Seiten und über die Drehleitern gelöscht und die Flammen bekämpft.

Parallel dazu machten sich in Siegburg die Ehrenamtler des Technischen Hilfswerks auf den Weg nach Bergheim. „Wir brauchen einen speziellen Gabelstapler, der auch sehr schwere Gewichte – beziehungsweise die ineinander verschmolzenen Gitterboxen heben kann“, erklärte Draxl.

Über die Nina-Warnapp war die Bevölkerung informiert worden: Im nördlichen Rhein-Erft-Kreis ist mit massiver Geruchsbelästigung zu rechnen. Nach Angaben der Behörden bestehe aber keine Gesundheitsgefahr. Sie bitten darum, die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei für Notfälle freizuhalten. Die Feuerwehr hält es für ratsam, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen auszuschalten.

Vor Ort ist auch Bürgermeister Volker Mießeler (CDU). Er will sich einen Überblick über die Einsatzlage machen. Über seinen Facebook-Acccount postete er: „Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften unserer Feuerwehr sowie den unterstützenden Feuerwehren, die mit großem Engagement gegen die Flammen kämpfen. Passt auf euch auf und kommt gesund wieder nach Hause!“

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