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Bergwacht rettet deutsches Brüderpaar aus Bergnot in Südtirol

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Eltern ließen Söhne allein weitergehen: Bergwacht rettet deutsches Brüderpaar in Südtirol

Von: Martina Lippl

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Zwei Jugendliche sitzen bei eisiger Kälte in 2300 Metern Höhe fest. Die Bergretter im Pustertal schütteln über das Vorgehen der Familie den Kopf.

Bozen – Tourenplanung ist bei einer Bergwanderung das A und O. Eine Urlauber-Familie aus Deutschland hat sich offenbar wenig Gedanken darüber gemacht. Mitten in der Nacht muss die Bergwacht in Südtirol zwei Jugendliche, 13 und 16 Jahre alt, aus einer Notlage retten. Die Brüder wollten in einer Hütte auf 2340 Metern Höhe übernachten. Doch die Hütte war bereits seit mehr als einer Woche geschlossen.

Wie die Bergrettung Hochpustertal mitteilte, war die Familie mit den beiden Söhnen am Samstag (17. Oktober) ursprünglich von Toblach aus zu einer gemeinsamen Tour aufgebrochen. Ihr Ziel war die Bonner Hütte (Rifugio Bonner). Nach einiger Zeit drehten Vater und Mutter um. Statt gemeinsam die Wanderung abzubrechen, machten sich der 13-Jährige und der 16-Jährige weiter auf den Weg. Die Eltern hatten einer geplanten Übernachtung auf der Hütte zugestimmt, heißt es bei der Tageszeitung Dolomiten. Sie hielten ihre Söhne für erfahren genug.

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Gegen 1 Uhr nachts (18. Oktober) ging schließlich der Notruf bei den Einsatzkräften ein. Die beiden Brüder standen nach einem Aufstieg von über 1000 Höhenmetern vor der verschlossenen Bonner Hütte. Denn die Schutzhütte hatte ihren Saisonbetrieb bereits eingestellt. Laut Südtirol News hatten die Jugendlichen zuerst die Eltern verständigt.

Als die Einsatzkräfte der Bergwacht die beiden Jugendlichen erreichten, waren diese wegen der Kälte in der hochalpinen Lage bereits erheblich unterkühlt. Zwar trugen sie Bergschuhe, hatten für eine Nacht auf über 2300 Metern Höhe jedoch keine geeignete Kleidung dabei. Die Bergwacht brachte die beiden sicher ins Tal und dann ins Krankenhaus. Ein Sprecher der Bergrettung Pustertal sprach von „großem Leichtsinn“ und fügte hinzu: „Glücklicherweise kommt so etwas nur selten vor.“

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