Bericht: PayPal-Vorstand betrachtet erstes Übernahmeangebot als unzureichend
close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Nachdem der Zahlungsabwickler Stripe und das Private-Equity-Unternehmen Advent letzte Woche offenbar ein Übernahmeangebot in Höhe von insgesamt 53 Milliarden US-Dollar für PayPal vorgelegt haben, hat sich der Zahlungsdienstleister selbst offiziell bislang nicht dazu geäußert. Doch mittlerweile wird berichtet, dass der PayPal-Vorstand das Angebot nach erster Prüfung als unzureichend betrachtet. Weiterlesen nach der Anzeige Für die PayPal-Übernahme wollen Stripe und Advent 60,50 US-Dollar pro Aktie bezahlen. Das liegt deutlich über den letzten Kursen, obwohl die PayPal-Aktie nach Bekanntwerden dieser Pläne einen kleinen Sprung gemacht hat. Der Kurs lag im Juni noch bei lediglich 41 Dollar und war bis Anfang letzter Woche auf rund 48 Dollar geklettert, machte dann aber einen Satz auf fast 57 Dollar, nachdem von dem Übernahmeangebot berichtet worden war. PayPal-Vorstand trotz langer Talfahrt weiter zuversichtlich Das ist jedoch immer noch deutlich weniger als vor fünf Jahren, als der PayPal-Anteil noch rund 300 Dollar wert war. Der Marktwert des Zahlungsdienstleisters war damit von rund 360 Milliarden US-Dollar auf zwischenzeitlich rund 40 Milliarden US-Dollar abgestürzt. Dafür wurden unter anderem verlorene Marktanteile an Apple Pay und Google Pay verantwortlich gemacht. Ferner hieß es, dass es dem Unternehmen nicht gelungen ist, die eigene Technik zu modernisieren und mit den Rivalen mitzuhalten. Angesichts seiner globalen Bedeutung galt der Zahlungsdienstleister aber auch seit Monaten als deutlich unterbewertet. Das sieht offenbar auch der PayPal-Vorstand so, wie Reuters berichtet. Demnach glauben die Vorstände, dass PayPal an Wert gewinnen könnte, wenn der Sanierungsplan des neuen Managements zu stärkerem Wachstum und besseren Renditen führt. Im Mai hatte der im Februar ernannte neue CEO angekündigt, PayPal mit einer Umstrukturierung und Sparmaßnahmen wieder in ruhigere Fahrwasser und zu langfristigem Wachstum führen zu wollen. Die Börse hat das bislang zwar auch nicht überzeugt. Ende dieses Monats wird Paypal aber einen neuen Quartalsbericht vorlegen, der erste Ergebnisse zeigen könnte. Aufsichtsbehörden dürften PayPal-Übernahme genau prüfen Zudem untersucht der PayPal-Vorstand, ob Stripe und Advent die angestrebte Übernahme auch finanzieren können. Ein solches Vorhaben, das große Zahlungsdienstleister betrifft, dürfte auch von Aufsichtsbehörden eingehend geprüft werden. Das ist ebenfalls einer der Faktoren, den der PayPal-Vorstand bei einem Übernahmeangebot genauer betrachtet. Weiterlesen nach der Anzeige Da sich seitens PayPal bislang niemand offiziell zu dem – ebenfalls inoffiziellen – Übernahmeangebot geäußert hat, blicken alle Augen jetzt auf die nächsten Vorstandssitzungen und den für nächste Woche angekündigten Quartalsbericht. Und ob Stripe und Advent bereit sind, ihr Angebot für PayPal zu erhöhen.