Berlin-Charlottenburg: Mann am Bahnhof Zoo erschossen - Täter flüchtig
Ein Mann ist nach einem Streit zwischen mehreren Menschen am Bahnhof Zoo in Berlin angeschossen und dabei tödlich verletzt worden. Sanitäter versuchten, den 30-Jährigen wiederzubeleben, er starb aber noch am Tatort, wie die Polizei auf X mitteilte. Die Mordkommission ermittelt. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem rbb am Montagmorgen sagte, sind der oder die Täter flüchtig. Zu den Hintergründen könne man noch keine Angaben machen. Eine Obduktion wurde angeordnet, das sei in solchen Fällen üblich. Wie viele Schüsse abgegeben wurden, könne er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Wegen der Spurensicherung war der Hardenbergplatz bis zum Montagmorgen abgesperrt, betroffen waren auch die Haltestellen der BVG-Busse. Inzwischen sind die Untersuchungen dort abgeschlossen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Laut Polizei hat der Einsatz von Schusswaffen in Berlin in der Vergangenheit stark zugenommen. "Streitigkeiten, die früher mit Fäusten ausgetragen wurden, werden heute vielleicht eher mit Schusswaffen ausgetragen", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel etwa im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses im Februar. Im Jahr 2025 registrierte die Berliner Polizei 1.119 Fälle von Schusswaffengebrauch - ein Anstieg um 68 Prozent gegenüber 2024. Dabei wurde in mehr als 500 Fällen auch geschossen.