Berlin-Marathon: Siegerin Assefa lief mit gerissener Achillessehne
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Berlin – Sie konnte am Ende kaum noch laufen – und gewann trotzdem den Berlin-Marathon! Tigst Assefa (29) schleppte sich beim Zieleinlauf förmlich über die letzten Meter. Ihre Jagd nach dem Weltrekord scheiterte auf dramatische Weise. Jetzt ist klar: Ihre Verletzung ist schlimmer als zunächst angenommen. Die Achillessehne der Äthiopierin ist komplett gerissen. Das bestätigte Assefas Manager Gianni Demadonna gegenüber ntv/RTL und Sky Sport.
Assefa wurde deshalb umgehend von Berlin nach München geflogen. Dort wurde sie noch am Montagvormittag von Johannes Gabel, Spezialist für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie und Chefarzt an der BG Unfallklinik Murnau, operiert. Demadonna: „Wir müssen jetzt abwarten, wie die OP gelaufen ist.“
Klar ist schon jetzt: Assefa wird mindestens sechs Wochen nicht laufen können und zunächst eine Schiene tragen müssen. Ihr Manager rechnet mit einer Wettkampfpause von mindestens sechs bis sieben Monaten. Demadonna: „Vielleicht ist sie bis zum London-Marathon (24./25. April, Anm. d. Red.) wieder fit.“
Assefas Weltrekord-Jagd endet im Drama
Dabei war Assefa in Berlin lange auf Weltrekord-Kurs. Doch kurz vor Ende verletzte sich die Läuferin und humpelte nach Kilometer 40 sichtlich über den Asphalt. Trotz der Schmerzen gab sie nicht auf. Assefa gewann in 2:11:04 Stunden, stellte einen Berliner Streckenrekord auf und lief die drittschnellste Marathonzeit einer Frau überhaupt. Den Weltrekord von 2:09:56 Stunden verpasste sie allerdings. Die Bestmarke der zurzeit wegen Dopings gesperrten Kenianerin Ruth Chepngetich bleibt bestehen.
Wie brutal die letzten Kilometer für Assefa waren, schildert ihr Manager: „Ab Kilometer 31 fingen die Schmerzen an, ab dem 40. Kilometer wurden sie dann sehr stark.“ Und weiter: „Es ist unglaublich, wie sie mit dieser Verletzung und diesen Schmerzen überhaupt weitergelaufen ist und das Rennen gewonnen hat.“