Berlin: Mutmaßlich antisemitische Jugendliche greifen Ladenbesitzer wiederholt an
Dieser Ausdruck wurde am 11.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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Wohl wegen Protests gegen Judenhass Mutmaßlich antisemitische Jugendliche greifen Ladenbesitzer wiederholt an
Ein Geschäftsinhaber in Berlin ist mehrfach von Jugendlichen angegriffen worden. Auslöser waren offenbar Aushänge in seinem Schaufenster, die sich gegen den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 richteten.
10.10.2026, 21.00 Uhr
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Ein 67 Jahre alter Geschäftsinhaber ist in Berlin-Kreuzberg offenbar wiederholt von Jugendlichen angegriffen worden. Der auf einen Rollstuhl angewiesene Mann wurde demnach beleidigt, mit Pfefferspray besprüht und geschlagen, wie die Polizei mitteilte. Der Auslöser für die Taten könnten Aushänge gegen Judenhass in den Schaufenstern seines Ladens gewesen sein, die der Mann nach eigenen Angaben Anfang Oktober aufgehängt hatte.
Den Angaben zufolge attackierten etwa sechs Jugendliche den Mann erstmals am 7. Oktober, dem dritten Jahrestag des Angriffs der Hamas auf Israel, in seinem Geschäft in der Berliner Falckensteinstraße. Am Abend darauf kamen erneut bis zu sechs Jugendliche und besprühten ihn mit Pfefferspray. Als der Mann daraufhin um Hilfe rief, flüchteten sie zunächst.
Die Tatverdächtigen sollen jedoch kurz darauf zurückgekehrt sein, als der Betroffene sein Geschäft gerade schließen wollte. Sie besprühten ihr Opfer den Schilderungen zufolge erneut mit Pfefferspray und schlugen auf es ein. Der Mann klagte anschließend über Schmerzen im Gesicht.
Am Freitagabend beobachteten Zeugen, wie bis zu acht Jugendliche mit E-Scootern vor dem Geschäft vorfuhren. Sie schlugen und traten demnach gegen die Eingangstür, beschädigten diese und flüchteten dann.
Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, der Beleidigung und der Sachbeschädigung.
mak/dpa