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Berlin: Restaurantkette soll Arbeiter ausgebeutet haben - Razzia

Welt

Sie schliefen auf Matratzen im Keller

Restaurantkette soll Arbeiter ausgebeutet haben – Razzia in Berlin

Von t-online

22.09.2026 - 07:54 UhrLesedauer: 1 Min.

Bei einer Razzia in Berlin finden Ermittler Mitarbeiter auf Matratzen im Keller. Die Restaurantkette soll Landsleute in mehreren Ländern ausgebeutet haben.

Ermittler des Landeskriminalamtes Berlin und des Hauptzollamtes Berlin haben bereits am Freitagabend zwei Restaurants einer indischen Gastronomiekette kontrolliert. Sie stehen im Verdacht, vorwiegend indische Staatsangehörige systematisch auszubeuten. In einem der Lokale seien mehrere Mitarbeiter auf Matratzen im Keller schlafend angetroffen worden, hieß es in einer Mitteilung.

Der Einsatz in Berlin war Teil einer koordinierten Aktion unter dem Europol-Rahmen EMPACT: Gleichzeitig wurden 20 Restaurants der Kette in sechs Ländern kontrolliert – neben Deutschland auch in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich und der Schweiz. Der Einsatz richtete sich den Angaben zufolge gegen einen international agierenden Menschenhändlerring in Berlin. Zwei mutmaßliche Haupttäter wurden in den Niederlanden festgenommen.

Bis zu 16 Stunden täglich gearbeitet

Laut den Behörden sollen die Betroffenen zu Arbeitszeiten von bis zu 16 Stunden täglich bei geringen Löhnen gezwungen worden sein. Um die Fortsetzung der Arbeit sicherzustellen, seien sowohl die Betroffenen selbst als auch ihre Familien im Heimatland bedroht worden. Mit der mutmaßlichen Ausbeutung sollen die Verantwortlichen Gewinne in Höhe von mehreren Millionen Euro erzielt haben.

In den beiden Berliner Restaurants wurden insgesamt 27 Arbeitnehmer und ein Geschäftsführer kontrolliert. Dabei stellten die Ermittler auch vereinzelt Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht fest. Die Ermittlungen dauern an.

Verwendete Quellen

berlin.de: Pressemitteilung der Polizei vom 21. September 2026

Transparenzhinweis

Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.

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