Berliner Linke: Linke weist Antisemitismusvorwürfe von Israels Botschafter zurück
Die Berliner Linke weist die Antisemitismusvorwürfe von Israels Botschafter Ron Prosor zurück. »Das Existenzrecht Israels und der Schutz jüdischen Lebens sind klare Beschlusslage der Linken. Und genau dafür werden wir uns einsetzen«, sagte Landesparteichefin Kerstin Wolter. Ebenso stehe die Linke an der Seite arabischen, muslimischen und palästinensischen Lebens in Berlin.
»Richtig ist: Die Linke kritisiert die gegenwärtige israelische Regierungspolitik klar, das gehört zu einer Demokratie dazu«, sagte Wolter. Es sei aber »unlauter«, diese Kritik pauschal als Antisemitismus zu diffamieren. »Genauso eindeutig lehnen wir jede Form von Terrorverherrlichung und Gewaltaufrufen ab«, sagte Wolter. Das Ziel ihrer Partei sei ein Berlin frei von Antisemitismus, Rassismus und jeder Form von Gewalt.
Prosor spricht von »enthemmtem Antisemitismus«
Ron Prosor hatte gesagt, durch den Wahlsieg der Linken bestehe eine »unmittelbare Existenzgefahr« für die jüdische Gemeinschaft in der Stadt. Das starke Abschneiden der Linken in Berlin müsse jeden beunruhigen, »dem das Fortbestehen jüdischen Lebens in dieser Stadt am Herzen liegt«, sagte er.
Der Botschafter sprach von »systematischem Israel- und Judenhass« und »enthemmtem Antisemitismus« bei der Linken. Für die jüdische Gemeinschaft in Berlin werde damit aus einer theoretischen Bedrohung eine konkrete und unmittelbare Existenzgefahr.