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BerlinTrend: Linke stärkste Kraft, CDU verliert weiter

Nation

Knapp drei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl ist die Linke stärkste politische Kraft in Berlin. Das geht aus dem aktuellen Berlin-Trend von Infratest dimap im Auftrag der rbb24 Abendschau und von rbb 88.8 hervor. Wenn am Sonntag gewählt würde, käme die Linke der Umfrage zufolge auf 20 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 19 und der AfD mit 18 Prozent. Die CDU verliert weiter und käme mit 17 Prozent nur noch auf Platz vier, vor der SPD mit 13 Prozent. FDP und BSW würden es mit jeweils 3 Prozent nicht ins Abgeordnetenhaus schaffen. Bei der Wiederholungswahl 2023 gewann die CDU mit 28,2 Prozent der Stimmen vor SPD und Grünen mit jeweils 18,4 Prozent. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen dem Ost- und dem Westteil Berlins. Während im Osten Linke und AfD mit jeweils 22 Prozent gleichauf an der Spitze liegen, teilen sich im Westen CDU und Grüne mit jeweils 20 Prozent Platz eins. Die aktuell regierende schwarz-rote Koalition hätte weiterhin deutlich keine Mehrheit mehr. Rechnerisch möglich wären ausschließlich Dreierbündnisse: Die Linken könnten mit Grünen und SPD in eine Koalition gehen, und hätten damit eine noch breitere Mehrheit als die Grünen mit CDU und SPD. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben alle großen Parteien ausgeschlossen. Wenig Vertrauen haben die Berlinerinnen und Berliner dabei laut BerlinTrend in die Parteien, dass sie diese Probleme der Stadt auch lösen können. Mit 21 Prozent sagen die meisten, dass keine Partei dazu in der Lage sei. Die größte Lösungskompetenz wird noch Linken (18 Prozent, +12) und AfD (15 Prozent, +10) zugeschrieben. Deutlich herunter geht es hingegen bei CDU (11 Prozent, -16) und leichter bei SPD (10 Prozent, -7) und Grünen (10 Prozent, -3). Mit dem Berliner Senat sind die Anhänger der verschiedenen Parteien überwiegend nicht zufrieden. Ähnlich wie im vorigen BerlinTrend liegt die Zustimmung bei nur noch 16 Prozent. 78 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Das ist bundesweit klar der schlechteste Wert einer Landesregierung. In Berlin haben solche Zahlen zwar Tradition, doch dass sich nur 16 Prozent "zufrieden" und niemand "sehr zufrieden" mit dem Senat äußert, ist auch für die Verhältnisse an der Spree extrem schlecht. Alle Parteianhänger bis auf diejenigen, die der CDU zuneigen, sind mit der Arbeit der Regierung wenig bis gar nicht zufrieden (71 bis 90 Prozent). Und auch unter den CDU-Anhängern sind nur knapp die Hälfte mit dem Senat zufrieden. Den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner kennen zwar 83 Prozent der Berlinerinnen und Berliner. Zufrieden mit seiner Arbeit sind aber nur 18 Prozent, was in etwa dem Wert aus dem April entspricht. Alle anderen Spitzenkandidierenden versuchen weiterhin, bekannter zu werden: Steffen Krach (SPD), Kristin Brinker (AfD) und Elif Eralp (Linke) haben jeweils leicht zugelegt auf 33 bis 27 Prozent Bekanntheit. Bei Werner Graf (Grüne) ging es leicht herunter, auf 24 Prozent. Allerdings überwiegt auch bei diesen vieren deutlich die Unzufriedenheit mit ihrer Arbeit. Für die repräsentative BerlinTrend-Umfrage wurden zwischen dem 25. und 29. Juni insgesamt 1.165 Menschen online und telefonisch befragt. In Berlin wird am Sonntag, 20. September das Abgeordnetenhaus neu gewählt.

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