DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,05 % 64.280,71 USD 08:19:27 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Bessere Aufstiegschancen? Was eine Studie aus Trier über skrupelloses Verhalten im Job zeigt

Wissenschaft

Im Arbeitsleben hat wohl jede:r schon einmal mit einer Person zu tun gehabt, die berechnend und ohne Rücksicht auf Verluste nach Macht und Geld strebt. In der Psychologie werden solche Menschen als „Machiavellisten” bezeichnet – benannt nach dem italienischen Philosophen Niccolò Machiavelli, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts ein Art Handbuch für Fürsten verfasste. Eine Forschungsgruppe der Arbeitsmarktökonomik der Universität Trier hat diesen Charaktertyp näher untersucht und kommt zu einem klaren Ergebnis: Machiavellismus begünstigt den Aufstieg ins Management. Die Studie wurde beim Fachverlag Sage Journals veröffentlicht. Auswirkungen auf die Karriere Die Analyse der Autoren Uwe Jirjahn und Mehrzad Baktash zeigt: Menschen mit machiavellistischen Persönlichkeitszügen haben eine um 31 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, in eine Managementposition aufzusteigen, als Menschen ohne diese Charaktereigenschaften. „Beförderungen basieren oft nicht nur auf produktiver Leistung, sondern sind ein Wettbewerb unter Kollegen. Sabotage oder die Verweigerung von Kooperation können die eigenen Chancen also verbessern“, erklärt Jirjahn in einem Blogbeitrag der Universität. Das bedeute allerdings nicht, dass ein schlechter Charakter die Karriere zwangsläufig vorantreibe. Narzissmus und Psychopathie, die ebenfalls zur sogenannten „Dunklen Triade“ der Persönlichkeitspsychologie zählen, steigern die Aufstiegschancen demnach nicht. „Narzissten und Psychopathen handeln impulsiver, denken kurzfristiger und verschleiern ihr unethisches Verhalten schlechter“, beschreibt Co-Autor Baktash die Unterschiede zu Machiavellisten. Risiko für die Unternehmenskultur Die Ergebnisse erlauben keinen Rückschluss darauf, dass Personen in Führungspositionen mehrheitlich machiavellistisch sind. Laut den Autoren könnten auch andere Eigenschaften wie Extrovertiertheit, Bildung und Geschlecht eine Rolle spielen. Hier stehen detailliertere Untersuchungen noch aus. Trotzdem betonen sie die auffällige Verbreitung dieses Charaktertyps in allen Führungsebenen. „Der Machiavellismus-Score bei Managern ist 14,5 Prozent größer als bei Nicht-Managern“, so Jirjahn. „Dabei können wir ausschließen, dass es der Posten ist, der die Menschen erst machiavellistisch werden lässt.“ Für Unternehmen stellen machiavellistisch geprägte Führungskräfte laut den beiden Studienautoren ein ernstes Problem dar. Sie würden häufiger Versprechen brechen, Angestellte ausnutzen und ethische Standards nur einhalten, wenn es dem eigenen Vorteil diene. Das könnte der Zufriedenheit der Angestellten massiv schaden. Als Gegenmaßnahmen schlagen sie den Abbau exzessiver Bonuskulturen sowie mehr Mitbestimmung der Belegschaft durch Vorgesetztenbeurteilungen und Betriebsräte vor. Außerdem sollte der Wettbewerbscharakter bei Beförderungen gezielt verringert werden, so Baktash in dem Blogbeitrag. Eine Frage des Charakters

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren