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Besucher der Fusion suchen an einem besonderen Ort Abkühlung

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Bei immer noch tropischer Hitze aber immerhin etwas erfrischendem Wing ist das Fusion-Festival am Sonntag allmählich zu Ende gegangen. Vor der großen Abreisewelle suchten viele Festivalgäste Abkühlung im Müritz-Havel-Kanal - ein außergewöhnlicher Anblick, der wegen des Bootsverkehrs an anderen Tagen auch nicht zur Nachahmung empfohlen wird. Am Ufer indes ist am Sonntag jeder noch so kleine Schattenplatz belegt, unzählige Fahrräder lehnen am Brückengeländer - beste Gelegenheit, die Zeit bis zum Abend zu überbrücken. Timmys Ende wird zum Kneipen-Eingang Die Party in der Nacht zuvor war entspannt verlaufen und abgesehen von einer kurzen Gewitter-Unterbrechung ohne besondere Vorkommnisse. Timmy, der auf tragische Weise berühmt gewordene Buckelwal, hat es auch auf die Fusion geschafft. Genau genommen konnte Timmys Ende bei dem Festival in Lärz in einem maritimen Bar-Bereich bei „Karl Kutter“ noch einmal nachempfunden werden. Eine ramponierte Schwanzflosse, ein ruppiges Hinterteil: Der Körper des verblichenen Meeressäugers war aus Tüchern und Drahtgeflechten nachgestellt. Der Schriftzug „Timmy’s Ende“ ganz an seinem Allerwertesten angebracht, und wer versuchte, in das Innenleben des Riesen einzutauchen, fand sich in einer charmanten kleinen Bar wieder – ein doch recht nettes „Ende“ von Timmy, jedenfalls auf der Fusion. Mobile Weinbar war Partymobil schlechthin Auch eine Art Ufo in Busform, eine mobile Weinbar, die sich ähnlich einem Spaceshuttle über das Fusion-Gelände bewegte und von lauter fröhlich, wippenden und laut mitgröhlenden Insassen durchgeschaukelt wurde, war ein absoluter Hingucker. Das Mobil machte schon Spaß beim Zuschauen – erst recht beim Mitfahren. Ein bisschen Mühe macht es schon, sich in die Hobbit-Höhle zu quetschen. Denn nichts war dort normal groß. Schon die Tür konnte nur passiert werden, wenn man sich tief duckte. Aber es lohnt sich, sagten die, die gerade rauskamen. Und was war drinnen? Ein uriger Holztisch, umgeben von Büchern, Getränken und Sitzmöbeln. Klavierspieler überrascht mit spontaner Einlage Am Spukkarton führten mehrere Treppen auf eine lauschige Plattform. Dort, umgeben von viel Grün, eine niedliche Bar: Und darin stand ein Klavier – für den Moment noch ungenutzt, fand sich sogleich Jara aus Südniedersachsen, der sofort aus dem Stehgreif, in der Hocke sitzend, ein Stück improvisierte, das mit jedem Jazzklassiker mithalten könnte. „Ich hatte einfach Lust zu spielen“, erzählte der 28-Jährige. Kein Problem auf der Fusion, und spontane Zuhörer fanden sich auch, die ziemlich verblüfft schienen, dass der junge Mann dem in die Jahre gekommenen Instrument derart professionelle Töne entlockte. Vor einem Luftschloss krabbelte derweil ein imposantes Tier scheinbar aus der Erde: Eine Riesen-Ameise mit leuchtenden Augen musterte die Passanten, größer als all die Menschen, die an ihr vorbei pilgerten. An einer der kleineren Bühnen hinter der Landebahn wurde es noch verrückter: Darauf standen zwei gestandene Musiker, die Verstärkung von zwei Robotern bekommen hatten. Beide Roboter waren menschenähnlich, einer sang, der andere spielte Gitarre – mit Gestik und Mimik, die echte Gitarristen gern an den Tag legen. Die Formation trat unter dem Namen „Compressorhead and Dead Bob“ auf. Nach jahrelanger Programmierung können die Roboter Punkrock spielen und ihre beiden menschlichen Kollegen perfekt unterstützen. Nicht zu übersehen war der Riesen-Furby, der an einer der Bars mit den Leuchtaugen plinkerte. Zur Erinnerung, das sind diese interaktiven Plüsch-Wesen, denen man so einiges beibringen kann. Dieser hier sah den echten Furbys erstaunlich ähnlich, wie ein überdimensionaler Ur-Furby, aus dem alle anderen hervorgegangen sind. Immer eine Anlaufstelle: Die Drogenaufklärung von Cclipse. Welche Substanz ist am gefährlichsten? Was wirkt wie bei welchem Konsumverhalten? Wovon sollte man zwingend die Finger lassen? Wie lange ist man fahruntüchtig? Diese und viele weitere Fragen können Fusionisten hier beantwortet bekommen – ganz gleich, ob sie Plüschtiere sehen oder nicht.

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