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Beta Pictoris b: Forscher empfangen Signale von einem fernen Planeten

Wissenschaft

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Wissenschaftler haben zum ersten Mal Signale direkt von einem Planeten empfangen, der nicht zu unserem Sonnensystem gehört. Der Planet heißt Beta Pictoris b, ist zehnmal so schwer wie Jupiter und rund 63 Lichtjahre von der Erde entfernt. Forscher aus Harvard und der Universität Oregon haben die Signale mit einem Netzwerk von Radioteleskopen in Südafrika aufgefangen.

Doch die vielleicht wichtigste Frage: Gibt es auf dem Planeten Leben? Die Antwort der Forscher ist ein klares Nein. Bei Beta Pictoris b handelt es sich um einen Gasplaneten ohne feste Oberfläche – ähnlich dem Jupiter in unserem Sonnensystem. Leben, wie wir es kennen, ist dort ausgeschlossen. Die Signale sind also keine Botschaft von Aliens, sondern ein reines Naturphänomen.

Was macht diesen Fund besonders?

Das eigentlich Schwierige war nicht, die Signale zu empfangen – sondern herauszufinden, woher sie kommen. Denn viele Planeten kreisen um einen Stern, und Sterne senden ebenfalls Radiowellen aus. Bisher war es nicht möglich, beides sauber zu trennen. Diesmal gelang es: Die Signale kamen eindeutig vom Planeten selbst, nicht von seinem Stern.

Um sicher zu sein, nutzten die Forscher weit entfernte Himmelsobjekte – sogenannte Quasare – als feste Referenzpunkte. Damit konnten sie die Herkunft der Signale wie mit einem Kompass genau bestimmen.

Was verraten uns die Signale?

Beta Pictoris b dreht sich sehr schnell um die eigene Achse. Ein Tag auf dem Planeten dauert nur acht bis neun Stunden. Zum Vergleich: Die Erde braucht für eine vollständige Umdrehung 24 Stunden. Diese schnelle Drehung erzeugt ein besonders starkes Magnetfeld. Und aus der Stärke der Radiosignale konnten die Wissenschaftler erstmals direkt messen, wie stark dieses Magnetfeld ist – etwas, das bei einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems noch nie gelungen ist.

Der Stern, um den Beta Pictoris b kreist, ist größer und heißer als unsere Sonne. Die Forscher sind sicher, dass die Signale nicht von ihm stammen können – kein bekannter Mechanismus bei solchen Sternen würde diese Art von Strahlung erklären.

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