Beteiligt sich das Land Niedersachsen am VW-Werk Osnabrück?
Stand: 13.07.2026 17:52 Uhr Nach mehr als 120 Jahren endet im Sommer 2027 die Autoproduktion in Osnabrück. Könnte ein Einstieg des Landes Niedersachsen eine Nachnutzung vereinfachen? Es gibt Gespräche mit einem israelischen Rüstungskonzern. von Dennis Pyzik Einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital" zufolge prüft die niedersächsische Landesregierung aktuell eine Beteiligung an dem Volkswagenwerk in Osnabrück. Damit solle der Umbau von der Auto- zur Rüstungsproduktion gestützt werden, heißt es dort. In einem schriftlichen Statement will die Landesregierung den Bericht zwar nicht bestätigen, ihn aber auch nicht direkt dementieren. "Es werden auch weiterhin konstruktive Gespräche mit unterschiedlichen Partnern geführt", so ein Sprecher der Landesregierung auf Anfrage von NDR Niedersachsen. "Zu einzelnen Details werden wir keine Stellung nehmen." Standort Osnabrück vom Aus bedroht Volkswagen beschäftigt in Osnabrück rund 2.000 Menschen. Fest steht, dass im Sommer 2027 die Autoproduktion im Werk endet, weshalb aktuell intensiv an einer Nachnutzung gearbeitet wird. Hierzu spricht das Unternehmen mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael, die in Osnabrück für die Bundeswehr Teile eines Raketenabwehrsystems bauen könnten. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen. Das gemeinsame Ziel bleibe die Abwendung von Werksschließungen, heißt es dazu von der Landesregierung weiter. "Das gilt insbesondere für den Standort Osnabrück." Auch hier wollte die Landesregierung zu den Details "keine Stellung nehmen". Dieses Thema im Programm: NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.07.2026 | 17:00 Uhr