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Betreuer mit Teufelshörnern: Mädchen springt vor Angst aus Fenster

Welt

WIEN. Ein schwer traumatisiertes zwölfjähriges Mädchen hat sich bei einer Betreuungsübergabe in Wien aus einem Fenster gestürzt und schwer verletzt. Das Mädchen soll zuvor mehrfach missbraucht worden sein und panische Angst vor Männern haben. Als es von einer Einrichtung des Vereins Pro Child zu einem neuen Träger namens Homebase verlegt werden sollte, habe eine Betreuerin laut Protokoll ausdrücklich eine „Übergabe gut strukturiert, ohne Zeitdruck“ empfohlen. Vor allem sollten „weibliche Betreuer“ eingesetzt werden. Der künftige Träger sei über die Vorgeschichte informiert worden. Laut einem Protokoll, über das die Kronen-Zeitung berichtet, sei darauf hingewiesen worden, „dass es empfehlenswert wäre, keine männlichen Personen zu dem Termin zu schicken, da sie Angst vor Männern habe“. Wegen „personeller Schwierigkeiten“ sei dies nicht möglich gewesen. Zur Abholung erschien dem Bericht zufolge der Geschäftsführer von Homebase. Ein bärtiger Mann mit satanistischen Tätowierungen im Gesicht, Fleischtunneln in den Ohren und aufschraubbaren Hörnern an der Stirn. Laut Gedächtnisprotokoll eines Whistleblowers habe er dem Mädchen ein Ultimatum gestellt: „Sollte sie bis dahin nicht freiwillig öffnen, werde er das Zimmer betreten – ob sie wolle oder nicht.“ Betreuer werden von rot-pinker Stadt gefördert Daraufhin schloss sich die Zwölfjährige in ihrem Zimmer ein, tobte, kletterte aus dem Fenster im ersten Stock und sprang auf den Beton. Unten habe das verletzte Mädchen gerufen: „Ich sterbe lieber, als mit denen mitzugehen.“ Die Rettung bestätigte der Zeitung den Einsatz. Das Mädchen habe bei dem Sturz schwere Verletzungen erlitten, darunter Frakturen im Bein- und Armbereich. Es sei von einem Polytrauma die Rede. Homebase wird von der städtischen Wiener Kinder- und Jugendhilfe MA 11 gefördert. Allein im Monat des Vorfalls sollen laut Krone 386.093 Euro an den Verein geflossen sein. Der Wiener ÖVP-Chef Markus Figl kritisierte: „Wenn gerade Kinder und Jugendliche, die besonderen Schutz brauchen, im Stich gelassen werden, ist das ein Versagen im Neos-Ressort.“ Zuständig ist Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling von den Neos. Ihr Büro nimmt den Träger und dessen Chef in Schutz. Gegenüber der Zeitung teilte es mit: „Die Aufsicht der MA 11 prüfte den Vorfall und achtete darauf, dass dieser fachgerecht bearbeitet wurde. Ein fachliches Fehlverhalten des Trägers Homebase wurde dabei nicht festgestellt.“ Der Verein hat zu dem Vorfall bislang keine Stellungnahme abgegeben. (rr)

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