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Betrüger drohen mit „90-Tage-Frist“: Was Sie bei diesen Nachrichten beachten müssen

Wirtschaft

Zahlreiche PayPal-Nutzer haben in den vergangenen Wochen eine Nachricht erhalten: Ihr Konto werde in 90 Tagen geschlossen, da seit über drei Jahren keine Anmeldung mehr erfolgt sei. Wie das Onlinemagazin „Golem“ berichtet, handelt es sich dabei nicht um einen Phishing-Versuch, auch wenn die Formulierungen genau danach klingen. Besonders verwirrend: Viele Betroffene nutzen ihr Konto regelmäßig und aktiv.

PayPal: E-Mail erfüllt Kriterien für Betrugsversuche – ist aber echt

Die Mail erfüllt laut PayPal eigentlich alle Kriterien, an denen man Betrugsversuche erkennen sollte. Derzeit kursiert zudem eine Phishing-Mail, die im Namen des Zahlungsdienstleisters versendet wird und mit einer dauerhaften Kontosperrung droht.

Der verlinkte Button führt jedoch tatsächlich zum echten PayPal-Login und nicht zu einer gefälschten Seite. Auf Nachfrage von „Golem.de“ erklärte PayPal, man überprüfe regelmäßig inaktive Konten, um sie vor Missbrauch zu schützen – aktiv genutzte Konten seien davon nicht betroffen.

„Schattenkonten“ als Erklärung: PayPal will alte Konten löschen

Die eigentliche Ursache liegt offenbar in sogenannten „Schattenkonten“: Wer früher als Gast per Kreditkarte über PayPal bezahlt hat, bekam offenbar automatisch ein Konto zugewiesen, ohne dies aktiv angelegt zu haben. „Golem.de“ fand etwa Zahlungen aus den Jahren 2010 und 2012, die mit der eigenen E-Mail-Adresse verknüpft waren, obwohl damals noch kein eigener Account existierte.

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Warum PayPal diese „Schattenkonten“ nun nach vielen Jahren löschen will, bleibt unklar – vermutlich hätten sie nie in dieser Form angelegt werden dürfen. Problematisch ist vor allem, dass das Unternehmen in seinen Warn-E-Mails nicht zwischen echten, passwortgeschützten Konten und solchen „Schattenkonten“ unterscheidet. Das sorgt für unnötige Verunsicherung bei den Nutzern.

Kontoschließung wegen Inaktivität – das sagt der Zahlungsdienstleister

Laut PayPal selbst erhalten Nutzer die Kontoschließungs-E-Mail schlicht deshalb, weil das betroffene Konto über längere Zeit inaktiv war. Wer den Service weiterhin nutzen möchte, nachdem sein Konto gelöscht wurde, könne in einer solchen E-Mail einfach auf „Neues Konto eröffnen“ klicken. Selbst nach einer tatsächlichen Kündigung ließe sich mit derselben E-Mail-Adresse ein neues Konto anlegen. Achten Sie immer darauf, dass es sich um eine offizielle E-Mail von PayPal handelt.

Wer sein Konto eigenständig kündigen möchte, muss zuvor das gesamte Guthaben abbuchen, schreibt PayPal auf seiner Webseite. Über die Einstellungen lässt sich unter „Kontoeinstellungen“ die Option „Konto schließen“ auswählen und bestätigen. Eine Schließung des Kontos ist nicht möglich, solange noch Restguthaben, eine Kontoeinschränkung oder ungelöste Probleme bestehen. Einmal geschlossene Konten lassen sich nicht reaktivieren.

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