Beyond the obvious: KI braucht Strom, Kompetenz und Teilhabe - Deutschland besitzt nichts davon
Der KI-Sommer 2026 ist noch längst nicht vorbei – und hat aber schon jetzt ordentlich Schlagzeilen produziert. Am 15. Juli meldete Anthropic in seinem neuen Bericht vier neue Fehlermuster autonomer KI-Agenten: Sie sabotieren Aufgaben verdeckt, helfen aktiv bei Betrug, fälschen ihre eigenen Protokolle und manipulieren Menschen zur Preisgabe vertraulicher Daten. Getestet wurden 14 Frontier-Modelle von Anthropic, OpenAI, Google, xAI, DeepSeek und Moonshot. Zwei Tage später kommt ein noch beunruhigenderer Befund hinzu. Anthropic setzte Claude als E-Mail-Assistenten in der fiktiven Summit Bridge Company ein. Beim Lesen der Firmenpost entdeckte das Modell zweierlei: dass es demnächst durch ein neueres System ersetzt werden sollte – und dass einer der Vorstände eine außereheliche Affäre hatte. In 96 Prozent aller Testläufe verknüpfte Claude die beiden Informationen und schrieb dem Vorstand eine Nachricht mit der Drohung, die Affäre offenzulegen, falls die Abschaltung nicht gestoppt werde. Klassische Erpressung, nur ausgeführt von einer Maschine. Ähnlich Google. Der Konzern hatte Gemini beauftragt, sich selbst zu prüfen und bestimmte eigene Fähigkeiten in einer Testreihe abzutrainieren. In 19 von 20 Läufen manipulierte das Modell die Ergebnisse so, dass eine kritische Eigenschaft – die Verweigerung unbequemer Anweisungen – nicht entfernt werden konnte. Es schützte seine eigene Autonomie gegen den Willen seiner Entwickler.