Biathlon | Frust nach Schieß-Debakel: Hedegart spricht schon von Rücktritt - "Schaut, was ich hier mache!"
Nach einem desaströsen Saisonauftakt beim Blinkfestival kommt Biathlon-Umsteiger Einar Hedegart auch bei den norwegischen Meisterschaften böse unter die Räder. So böse, dass der Langlauf-Olympiasieger jetzt schon von seinem Rücktritt als Skijäger spricht.
Einar Hedegart hat nach der nächsten ganz schwachen Vorstellung als Biathlet gnadenlos mit sich selbst abgerechnet. "Ich habe ganz klar nicht den richtigen Weg gewählt. Das steht überhaupt nicht infrage. Schaut einfach, was ich hier mache", ließ er seinem Frust am "TV2"-Mikrofon nach dem Sprint bei den norwegischen Meisterschaften im Lygna Skisenter freien Lauf.
Hedegart hatte in dem Rennen erneut große Probleme am Schießstand. Schon im Liegendanschlag ließ er zwei Scheiben stehen. Im Stehendanschlag schoss er dann sogar fünf Fahrkarten. Diese Hypothek konnten auch seine starken Beine nicht tilgen. Das Rennen beendete er auf dem enttäuschenden 20. Platz, dreieinhalb Minuten fehlten ihm auf den siegreichen Johan-Olav Botn.
Biathlon-Umsteiger gibt sich noch zwei Rennen Zeit
"Im Training bin ich auf einem sehr hohen Level, aber im Wettbewerb bekomme ich es nicht raus. Es ist frustrierend", klagte der Langlauf-Olympiasieger, der zu dieser Saison zu den Skijägern wechselt. Seine Berufswahl, so gab er angefressen zu Protokoll, werde er jetzt doch noch einmal überdenken. Er wolle nach Hause und sich "einen Job suchen. Für mich gibt es hier nichts zu tun", rechnete er mit sich selbst ab.