Biathlon | Hettich-Walz rast zum Premieren-Titel - Voigt und Grotian abgehängt
Janina Hettich-Walz hat sich bei den deutschen Sommerbiathlon-Meisterschaften am Notschrei im Schwarzwald den ersten Titel gesichert. Am Freitag siegte die 30-Jährige trotz drei Schießfehlern im Kurz-Einzel. Enttäuschend verlief das Rennen derweil für Vanessa Voigt und Selina Grotian.
Hettich-Walz kam im Kurz-Einzel über 12,5 Kilometer nach drei Schießfehlern und einer Zeit von 34:39,9 Minuten ins Ziel und schnappte sich damit den ersten Titel bei den Deutschen Meisterschaften, die in diesem Jahr zum ersten Mal im Hochschwarzwald ausgetragen werden.
Platz zwei sicherte sich Johanna Puff, die zwar einen Fehler weniger als die neue Meisterin schoss, auf der Strecke aber deutlich langsamer unterwegs war. Ihr Rückstand im Ziel betrug 1:04 Minuten. Den letzten Platz auf dem Treppchen schnappte sich Julia Tannheimer. Sie schoss insgesamt fünf Fehler und verpasste Rang zwei um 3,5 Sekunden.
Anders als im klassischen Einzel wird im Kurz-Einzel pro Fehlschuss eine Strafrunde gelaufen. Bei einem klassischen Einzel wird jeder Fehlschuss mit einer Strafminute belegt.
Voigt und Grotian laufen hinterher
Trotz Platz fünf enttäuschend lief das erste Meisterschaftsrennen für Vanessa Voigt. Die 28-Jährige zeigte sich gewohnt sicher am Schießstand und kam als einzige der 39 Starterinnen ohne Fehler durch. Läuferisch war bei ihr aber noch viel Luft nach oben. Im Ziel fehlten Voigt 1:51 Minuten auf die siegreiche Hettich-Walz.
Einen komplett gebrauchten Tag erwischte auch Selina Grotian. Sie konnte weder am Schießstand (drei Fehler) noch auf der Strecke Akzente setzen. Hier verlor sie sogar noch einmal deutlich mehr Zeit als Voigt. Im Ziel lag Grotian letztlich 5:08 Minuten hinter der Siegerin. Ob sie unterwegs von Materialproblemen oder gar einem Sturz ausgebremst wurde, war zunächst nicht bekannt. Angesichts des großen Rückstands ist ein ungeplanter Vorfall aber nicht auszuschließen.
In der Top 10 landeten zudem noch Julia Kink (4./5 Fehler/+1:11 Min.), Julia Vogler (6./3/+2:05), Marlene Fichtner (7./3/+2:27), Hanna Kebinger (8./3/+2:30), Lena Hanses (9./1/+3:07) und Selina Kastl (10./5/+3:08).