Biathlon: Julia Tannheimer vermeidet Familie und Freunde im Herbst
"Vermutlich das Härteste"
Deutscher Biathlon-Star vermeidet Freunde
Von t-online, wl
12.10.2026 - 08:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Julia Tannheimer geht in ihre dritte volle Weltcup-Saison. Um Spitzenleistungen zu bringen, verzichtet die junge Biathletin teilweise auf soziale Interaktionen.
Die Vorbereitung auf die neue Saison verlangt der deutschen Biathletin Julia Tannheimer einiges ab. In einem Interview mit der Internationalen Biathlon-Union gab die 21-Jährige nun sogar zu, im Herbst ihre Freunde und Familie eher zu meiden.
Auf die Frage, was das Härteste am Leben als Profi-Biathletin sei, sagte Tannheimer: "Dass man immer Biathletin ist, nicht nur von morgens acht bis nachmittags um vier, sondern rund um die Uhr." Im Sommer müsse sie zwar nicht allzu sehr auf ihre Gesundheit achten. "Aber wenn der Herbst kommt, versuche ich, nicht zu viele Freunde zu treffen, vor allem wenn ich weiß, dass sie viel unterwegs sind und feiern gehen."
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Leicht fällt der gebürtigen Ulmerin das aber nicht. "Das ist vermutlich das Härteste, zu versuchen, gesund zu bleiben und Freunde oder Familie nicht zu sehen", erklärte sie.
Tannheimer über Fehlschüsse im Training: "Hasse das"
In diesem Winter startet Tannheimer in ihre insgesamt vierte Weltcup-Saison, ihre dritte volle. Hinsichtlich ihres Trainings sieht die Sportsoldatin sich als Perfektionistin. Es brauche dieses Attribut, "um auf dem Niveau antreten zu können", betonte sie und ergänzte: "Wenn ich trainiere, versuche ich, alles zu geben. Ich hasse Einheiten, bei denen ich nicht ganz fit bin und nicht so viel geht, wie ich will. Ich versuche immer, das Bestmögliche aus den Einheiten herauszuholen."
Was Tannheimer überhaupt nicht leiden kann: Wenn beim Schießen im Training die letzte Scheibe stehenbleibt. "Ich hasse das! Dann denke ich: Wenn du das nicht mal im Training schaffst, wie soll das dann in einem Rennen gehen?". Im Training versuche sie, gute Leistungen zu erzielen. "Damit ich mich bei den Rennen sicher fühle", so Tannheimer.
Die Weltcup-Saison beginnt Ende November in der ostfinnischen Gemeinde Kontiolahti. Im Frühjahr hatte Tannheimer in Finnland Rang 28 im Einzel belegt. Mit der Staffel, mit der sie bei den Olympischen Winterspielen im Februar auf Rang vier landete, erreichte sie damals den 16. Platz.