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Bilanz ausbauen und ungeschlagen in die Erfolgsspur zurückfinden

Sport

Novak Djokovic will in Peking die perfekte Turnier-Bilanz ausbauen und ungeschlagen in die Erfolgsspur zurückfinden

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Novak Djokovic kehrt nach elf Jahren nach Peking zurück. Ein Turnier, das nicht prägend für die Karriere war, zu dem der Serbe dennoch eine besondere Beziehung hat. "Es vermittelt mir dieses Gefühl der Zuversicht, das ich wirklich brauche", erklärte Djokovic und spielte damit auf seine irrwitzige Bilanz von 29:0 Siegen in Peking an. Nach schweren Monaten kommt das Event zum perfekten Zeitpunkt.

"Bisher läuft es körperlich wirklich gut", teilte Novak Djokovic auf der Pressekonferenz vor Beginn der China Open mit. Er fühle sich hervorragend und spiele auch so. Er sei extra "ein paar Tage früher hierhergekommen, um noch ein paar Trainingsrunden zu absolvieren und etwas Zeit auf dem Platz zu verbringen".

Die Mission ist klar: Nach Auftaktniederlagen beim ATP Masters von Cincinnati und den US Open gegen die argentinischen Außenseiter Thiago Agustín Tirante und Mariano Navone giert Djokovic nach Erfolg.

Würde es ihm nur um den Spaß gehen, könne er "auch Exhibitions" bestreiten. "Nach der Karriere, die ich hinter mir habe, kann ich mich nicht damit zufriedengeben, die ersten Runden eines Turniers zu überstehen", betonte der 39-Jährige. Nein, das Ziel sei der Titel.

Allerdings ist der Weg dahin nicht nur aufgrund der starken Konkurrenz - schon im Viertelfinale könnte es zum Duell mit dem Weltranglistenzweiten Alexander Zverev kommen - mit Fragezeichen gepflastert. Denn: Der Körper bereitet Djokovic in dieser Saison große Sorgen.

Djokovic kämpft mit "ernsthaftem Problem"

Es habe sich ein "ernsthaftes Problem" entwickelt. "Ich übergebe mich und dann beginnt mein ganzer Körper zusammenzubrechen, ich bekomme Krämpfe und Schmerzen", berichtete der Serbe nach dem Erstrunden-Aus bei den US Open. Das sei "etwas, mit dem ich leider in fast jedem Match dieses Jahr zu kämpfen hatte".

Es wird in Peking vieles davon abhängen, ob und in welchem Maße sich die Problematik in der chinesischen Hauptstadt bemerkbar macht.

Djokovic: Im Viertelfinale droht das Duell mit Zverev

Rein sportlich betrachtet ist Djokovic in Runde eins gegen den Portugiesen Nuno Borges (Mittwoch ab 19:00 Uhr MESZ im Liveticker) und danach gegen Bu Yunchaokete (CHN) oder Juan Manuel Cerúndolo (ARG) klar favorisiert. Danach bräuchte der Routinier wohl einen Sahnetag, um den zweimaligen Grand-Slam-Champion Zverev in die Knie zu zwingen und die makellose Peking-Bilanz auszubauen.

Der siebte Titel nach 2009, 2010, 2012, 2013, 2014 und 2015 wäre in mehrerlei Hinsicht goldwert: Djokovic braucht dringend Punkte im "Race to Turin". Derzeit liegt er dort an Position 15, das Ticket für die ATP Finals aber lösen nur die besten Acht des Jahres.

Darüber hinaus würde ein Turniersieg das Selbstvertrauen und Selbstverständnis des Rekord-Grand-Slam-Champions stärken - und eine Serie verlängern, die im Männer-Tennis einmalig ist.

Djokovic greift nach der Navratilova-Marke

Seit 2006 gewann Djokovic in jedem Jahr mindestens einen Einzel-Titel. Setzt sich der Lauf in dieser Saison fort, würde er mit Martina Navratilova gleichziehen, die von 1974 bis 1994 in 21 aufeinanderfolgenden Spielzeiten erfolgreich war.

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Insgesamt scheint die Wahl, in Peking aufzuschlagen, clever - nicht nur aufgrund der Ergebnisse. In der aktuellen Phase seiner Laufbahn wolle er gezielt dort spielen, wo ich mich wohlfühle, erfolgreich war und die Zuneigung der Fans spüre", unterstrich Djokovic, der trotz seiner Leistungen nicht immer hoch in der Gunst des Publikums bei großen Turnieren stand.

Fans rühren Djokovic: "Nehme ich mit, egal wohin ich auf der Welt reise"

Bei den China Open war das immer schon anders. "Abgesehen von den Siegen sind meine schönsten Erinnerungen definitiv meine Fans. Die Art, wie sie mich begrüßen, wie sie mich unterstützen, wie sie mir ihre Zuneigung zeigen und wie leidenschaftlich sie sich für Tennis begeistern. Sie sind definitiv das Highlight und etwas, das ich immer mitnehme, egal wohin ich auf der Welt reise", gab Djokovic eine Liebeserklärung an die Pekinger Zuschauer ab.

Die Rahmenbedingungen in Fernost könnten entsprechend kaum besser sein für den Rekordturniersieger, der letztmals im November 2025 in Athen einen Titel holte. Spielt der Körper mit, hat Djokovic die Chance, nach langer Zeit mal wieder eine Trophäe in Empfang zu nehmen.

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