BILD exklusiv: Merz-Favoritin sagt für Posten als Staatsministerin ab
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Berlin – Eine wichtige Stelle bleibt zunächst unbesetzt: Die favorisierte Uefa-Funktionärin Nadine Keßler (38) hat dem Bundeskanzleramt nach BILD-Informationen aus Regierungskreisen überraschend abgesagt. Sie steht für das Amt der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt nicht zur Verfügung.
Nach diesem Rückschlag sucht Merz nun in einem größeren Kreis. Nach BILD-Informationen lässt er eine erweiterte Kandidatenliste prüfen. Die neue Auswahl beschränkt sich nicht nur auf den Fußballbereich: Im Fokus des Kanzleramts stehen auch erfolgreiche Persönlichkeiten aus anderen Disziplinen, darunter explizit Olympiasiegerinnen und Goldmedaillengewinner. Das Staatsministerium soll ein starkes Signal senden – für den Spitzensport genauso wie für den Breitensport.
Keßler ist eine Fußball-Legende
Merz hatte gehofft, mit Keßler ein bekanntes Gesicht für die Nachfolge von Christiane Schenderlein (44, CDU ) zu gewinnen. Hintergrund: Bei der Kabinettsumbildung Ende Juli war die Sportpolitikerin als Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium gewechselt. Keßler schien mit ihrem Hintergrund wie geschaffen für den Posten. Sie ist ein ehemaliger Fußballstar , wurde 2014 mit gerade einmal 26 Jahren zur Weltfußballerin gekürt und holte insgesamt viermal die deutsche Meisterschaft.
Als hochrangige Funktionärin der Uefa bewies sie schließlich ihr operatives Geschick – auch ein Grund, wieso Merz gerade sie auserkoren hatte. Nach BILD-Informationen hat aber auch die neue Frauenfußball - Bundesliga -Gesellschaft Keßler als mögliche Geschäftsführerin auf dem Schirm – sie gilt dort als absolute Wunschkandidatin.
Und Merz? Das Bundeskanzleramt betont, dass Gründlichkeit in diesem Fall vor Schnelligkeit gehe. Ein offizieller Termin für die Bekanntgabe der Nachfolge von Schenderlein steht deshalb noch aus. Das Anforderungsprofil ist dagegen relativ klar: Gesucht wird jemand, der sportlich kompetent ist und als gesellschaftliches Vorbild taugt – Eigenschaften, die Keßler ohne Zweifel mitgebracht hätte.