BILD kennt die neuen Technologien: Schalke-KI sucht selbst Spieler
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Gelsenkirchen – Königsblau wird zu KI-nigsblau! Seit zwei Jahren investiert Schalke immer mehr Geld ins Thema „Künstliche Intelligenz“ (kurz: KI) – um sportlich und wirtschaftlich das Maximale herauszuholen. BILD weiß, welche digitalen Projekte geplant sind und was gerade schon anläuft. Im besten Fall bringen sie Millionen! „HubStevens“ hilft den Scouts Ein Plan ist, die bestehende Plattform „HubStevens“ auszubauen. Ein Programm darin ist „StatsLibuda“, das die Einschätzung der Scouts ergänzen soll. Es zeigt anhand einer eigens erstellten Schalke-DNA an, ob ein Spieler zum Verein passt. Der neueste Zugang Junior Dina Ebimbe (25/aus Frankfurt) hat nach BILD-Informationen eine gute Gesamtbewertung von 74 Prozent. Angeführt von Vorstandsboss Matthias Tillmann (42) intensiviert der Pott-Klub die Beziehung zwischen Fußball und Informatik. Bald soll es eine KI-Erweiterung im Scouting-System geben, die potenzielle Zugänge ausspucken kann. Eine mögliche Anfrage könnte sein: „Suche einen zentralen Mittelfeldspieler, der nicht mehr als eine Million Euro kostet, schnell ist und besonders gut zu El-Faouzi passt.“ Ebenfalls neu: Das bestehende Tool zur Spiel-Analyse soll von sich aus Verbesserungsvorschläge für ausgewählte Spielszenen machen. Müssen sich Schalke-Angestellte um ihre Jobs sorgen? Konkret werkelt ein Team um Nikolas Gross (40/Direktor für Innovation & Technologie), an immer moderneren Tools. Mittlerweile leiten sie die KI sogar an, neue Programme selbst zu entwickeln. Tillmann: „Was früher drei Monate gedauert hat, geht heute in eineinhalb Tagen.“ Müssen sich Schalke-Angestellte deshalb um ihre Jobs sorgen? Tillmann: „Es geht nicht um Stellenabbau, sondern darum, unseren Mitarbeitern mit neuen Hilfsmitteln eine möglichst produktive Arbeit zu ermöglichen.“ Eine weitere Neuerung, die für Bares sorgen soll: Schalke bündelt die Fan-Daten von Website, Ticketshop und Fanshop – und nutzt sie plattformübergreifend. Bei vielen großen Unternehmen ist das zwar üblich, bei den meisten Vereinen jedoch Neuland. Und so funktioniert's: Wenn etwa ein Familienvater den Ticketshop besucht, könnten ihm automatisch Karten für den Familienblock angeboten werden, wenn er irgendwann mal im Fanshop einen Schnuller oder ein Kindertrikot bestellt hat. Auch zielgerichtete Push-Benachrichtigungen der Schalke-App sollen zu erhöhtem Erfolg führen. Schalke investiert nach BILD-Informationen jährlich einen mittleren sechsstelligen Betrag in Innovation und Technologie, hauptsächlich in Personal. Zwischen 30 und 40 Menschen arbeiten in dem Bereich, viele davon beim Digitalisierungspartner „d-fine”. Eine Investition, die sich auszahlt: Was bislang investiert wurde, kam bereits in vielfacher Menge zurück.