Bildungsgipfel: SPD-Fraktion für Bildungsgipfel nach erneutem Pisa-Schock
Die SPD-Bundestagsfraktion hat als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden Deutschlands bei der Pisa-Bildungsstudie ein Krisentreffen auf Bundesebene gefordert. »Nach diesen Ergebnissen können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen«, sagte die stellvertretende Fraktionschefin Dagmar Schmidt der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.
Die SPD-Fraktion erwarte von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), dass sie jetzt die Initiative ergreife, fügte Schmidt hinzu. »Deutschland braucht einen Bildungsgipfel von Bund, Ländern und Kommunen.« Bei einem solchen Treffen müssten konkrete gemeinsame Konsequenzen aus den Ergebnissen gezogen werden. »Bildungsföderalismus darf keine Ausrede für Stillstand sein.«
In Deutschland sind die Bundesländer für Bildung zuständig. Es gibt damit 16 Bildungssysteme. Ein gemeinsames Vorgehen gilt daher oft als langwieriger Aushandlungsprozess.
»Leistung und Talent müssen über Chancen entscheiden«
Wenn Deutschland bei der Bildung weiter zurückfalle und die soziale Herkunft immer stärker über den Bildungserfolg entscheide, sei das ein Alarmsignal, das niemand überhören dürfe, mahnte Schmidt. Leistung und Talent müssten über Chancen entscheiden, nicht Herkunft und Geldbeutel der Eltern.