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Bildungspaket: Landesregierung will Zusatzstunden in Deutsch und Mathe einführen

Wissenschaft

Die Landesregierung hat am Montag ein neues "Bildungschancenpaket" vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Grundkompetenzen in Deutsch und Mathematik.

Hessens Schülerinnen und Schüler sollen künftig mehr Zeit mit Lesen, Schreiben und Rechnen verbringen. Gleichzeitig soll der Umgang mit digitalen Medien und Künstlicher Intelligenz einen verpflichtenden Platz im Stundenplan bekommen.

Bis zum Ende der Legislatur (Januar 2029) will Schwarz-Rot nach eigenen Angaben zusätzlich 50 Millionen Euro für das Paket einsetzen. Für dauerhafte Maßnahmen sollen zudem 680 Lehrkräftestellen finanziert werden. Die Landesregierung verweist außerdem auf den regulären Bildungsetat für 2026 in Höhe von 6,2 Milliarden Euro.

Zusätzliche Deutschstunde in Grundschulen

Besonders viel soll sich an den Grundschulen ändern. Erstklässler bekommen künftig eine zusätzliche Deutschstunde – sie haben damit sieben Stunden Deutsch pro Woche. In der dritten und vierten Klasse soll außerdem jeden Tag 20 bis 25 Minuten gelesen werden.

Für Kinder, die Schwierigkeiten in Mathematik haben, sind zusätzliche Förderstunden in Kleingruppen vorgesehen. Hinzu kommen feste Übungszeiten für mathematische Grundlagen.

Schrittweise Einführung geplant

Allerdings werden viele der Vorhaben nicht sofort umgesetzt. Die zusätzliche Deutschstunde kommt beispielsweise erst zum Schuljahr 2028/29.

Die neue Lesezeit startet zunächst im zweiten Halbjahr 2026/27 als Pilotprojekt an 100 Grundschulen und soll zwei Jahre später für alle Grundschulen verpflichtend werden. Auch bei der zusätzlichen Matheförderung ist eine schrittweise Einführung vorgesehen.

"Digitale Welt" soll Pflichtfach werden

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf digitaler Bildung. Ab dem Schuljahr 2027/28 sollen Viertklässler einen Medienführerschein machen. Gleichzeitig wird "KI und Digitale Welt" in der fünften Klasse zum einstündigen Pflichtfach, ein Jahr später auch in Klasse sechs.

Später soll ein stärker auf Informatik ausgerichtetes Pflichtangebot für ältere Schülerinnen und Schüler folgen.

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