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Bilfinger streicht 1.500 Stellen

Wirtschaft

Wegen Iran-Krieg

Bilfinger streicht 1.500 Stellen und kappt Jahresprognose

Von t-online, dpa

17.09.2026 - 02:54 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Mannheimer Konzern reagiert auf die schwache Auftragslage. Die Folgen des Kriegs treffen das Unternehmen härter als erwartet.

Der Mannheimer Industriedienstleister Bilfinger hat wegen des anhaltenden Iran-Kriegs seine Jahresprognose gesenkt und den Abbau von 1.500 Stellen angekündigt. Die Geschäftsentwicklung sei im Sommer deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, räumte das Unternehmen am Mittwochabend ein. Der Krieg dauere länger als gedacht. Die Kunden hätten sich auch im dritten Quartal zurückgehalten – bei Neuaufträgen und beim Abruf bestehender Rahmenverträge.

Mit einem Sparprogramm namens "Agile" will sich Bilfinger dagegen stemmen. Vorstandschef Thomas Schulz sagte: "Erhöhen wir die Flexibilität unserer Organisation, um auf Marktveränderungen – wie den anhaltenden Konflikt im Mittleren Osten – künftig schneller und unabhängiger reagieren zu können."

Umsatzziel gesenkt

Die Streichung von 1.500 der weltweit 31.000 Stellen kostet das Unternehmen 75 Millionen Euro. Die Summe wird im vierten Quartal als Rückstellung gebucht. Ab 2028 soll das Programm 75 Millionen Euro mehr Gewinn pro Jahr bringen.

Für 2026 rechnet Bilfinger nur noch mit einem Umsatz von 5,3 bis 5,7 Milliarden Euro. Bisher hatte das Unternehmen 5,4 bis 5,9 Milliarden Euro angepeilt. Die Umsatzrendite vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen soll nur noch zwischen 3,2 und 3,6 Prozent liegen – statt der bisher angepeilten 5,8 Prozent.

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