Bill Gates: "Der Staat muss eingreifen"
Bill Gates hält künstliche Intelligenz (KI) für beispiellos – und warnt mit drastischen Worten vor ihren möglichen Folgen. Sollte die Menschheit weiterhin untätig bleiben, sieht der 70-Jährige sie auf eine Katastrophe zurasen. Gleichzeitig hat Gates große Hoffnungen in KI, besonders für Länder des Globalen Südens. In den kommenden zwei Jahren will er mit seiner Stiftung dort eine Milliarde Dollar in KI investieren und so Menschenleben retten. Zugeschaltet aus Seattle sagt er zur Begrüßung laut: »Hi!«
DIE ZEIT: Herr Gates, Sie haben seit der Gründung von Microsoft im Jahr 1975 einige technologische Umbrüche erlebt oder mitgestaltet – von der Entwicklung des Personal Computers über das Internet bis hin zum Smartphone. Und jetzt auch künstliche Intelligenz (KI). Vor drei Jahren sagten Sie noch, dass Sie nicht glauben würden, dass die Auswirkungen von KI so dramatisch sein werden wie die der Industriellen Revolution. Heute sehen Sie das anders. Was hat sich für Sie verändert?