Billig-SUV mit modernster Technik
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Billig-SUV mit modernster Technik: Weltgrößter Autobauer düpiert Tesla, VW und Co.
Von: Patrick Freiwah
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Während VW und Tesla in China kämpfen, setzt ein großer Rivale auf schnelle Modellpflege, lokale Technik und Preise, welche die Konkurrenz nervös machen.
Peking – Ein Elektro-SUV für unter 15.000 Euro klingt in Deutschland fast wie ein Rechenfehler. In China ist es aktuell Toyotas Antwort auf einen Markt, in dem Preise, modernste Technik und Modellzyklen mehr denn je über Erfolg entscheiden. Das überarbeitete E-Modell bZ5 zeigt, dass auch der japanische Hersteller den Preiskampf in der Volksrepublik massiv anheizt.
Regulär kostet der Toyota bZ5 dort 129.800 Yuan, umgerechnet rund 16.500 Euro. Ein zeitlich begrenzter Rabatt senkt den Einstieg derzeit sogar auf 109.800 Yuan, das sind knapp 14.000 Euro. Damit kostet das Elektroauto weniger als halb so viel wie das günstigste Tesla Model Y in China, für das mindestens 263.500 Yuan aufgerufen werden – ein Abstand, der den Preiskampf sichtbar macht.
Toyota bZ5: Neue Herausforderung für Tesla, VW und Co. in China
Der bZ5 ist nicht etwa ein kleiner Stadtwagen, sondern ein 4,78 Meter langes SUV. Damit befindet sich der Crossover in etwa der gleichen Größenklasse wie das 4,80 m lange Model Y des US‑Herstellers. Der VW ID.Unyx 07 ist mit 4,85 Metern geringfügig länger und startet in China bei 129.900 Yuan (ca. 16.650 EUR).
Auch beim Antrieb spart Toyota nicht an der Leistung: Ein Elektromotor an der Vorderachse liefert 200 Kilowatt, rund 272 PS, und 330 Newtonmeter Drehmoment. Das verspricht zügiges Anfahren und Reserven auf der Autobahn. Der Preis wirkt dadurch weniger wie ein Verzicht als eine Kampfansage des weltgrößten Autobauers.
Beim Akku nutzt Toyota die Blade-Technik des chinesischen Herstellers BYD. Je nach Version stehen 65 oder 74 Kilowattstunden bereit; bis zu 630 Kilometer Reichweite sind angeblich möglich. Hier liegt allerdings der chinesische CLTC-Zyklus zugrunde, der großzügiger misst als das europäische WLTP-Testverfahren.
Ausländische Hersteller wie Toyota in China unter Druck
Für die Modellpflege setzt Toyota zudem auf digitale Helfer. Auf dem Dach sitzt ein LiDAR-Sensor, insgesamt arbeiten 32 Sensoren zusammen. Das Assistenzsystem soll im dichten Stadtverkehr unterstützen und beim Einparken helfen. Ein Elektroauto, das so viel innovative Technik in dieser Preisklasse bündelt, erhöht den Druck auf die Konkurrenz.
Der niedrige Preis ist allerdings kein Geschenk, sondern eine Reaktion auf Chinas Marktlogik: BYD und andere heimische Marken bringen in hoher Frequenz neue Modelle mit günstigen Batterien und viel Ausstattung. Jährliche Modellpflegen sind mittlerweile Standard, schildert Fuelcellsworks. Zwei Jahre Stillstand könnten demnach zum wirtschaftlichen Risiko werden.
Wie groß der Druck ist, zeigen die Verkaufszahlen: Nach einem Höchststand von mehr als 3000 Exemplaren im September 2025 setzte FAW-Toyota zuletzt nur noch 529 bZ5-Modelle ab, berichtet CnEVPost. Das frische Facelift soll mithilfe der großzügigen Rabatte die Aufmerksamkeit zurückholen und den Absatzschwund rückgängig machen.
Bezahlbare E-Modelle: Globale Autogiganten im Preiskampf
Toyota kennt in China aber auch die andere Seite: Der bZ3X, entwickelt mit dem heimischen Anbieter GAC und speziell für den lokalen Markt gebaut, überschritt im ersten Jahr die Marke von 80.000 Verkäufen. Mit etwa 13.000 bis 15.000 Euro gehört das SUV ebenfalls zu den günstigsten Elektroautos eines großen Herstellers.
Für Deutschland lässt sich diese Rechnung nicht übernehmen: Toyota baut auch den bZ5 gemeinsam mit FAW für China; auf einen Verkaufsstart hierzulande wird man vergeblich warten. Zulassungsregeln, andere Ausstattungen und Abgaben auf importierte Elektroautos würden den Endpreis auf europäischen Märkten ohnehin verteuern.