Billwerder: Erst geklingelt, dann zugestochen – brutaler Überfall in einem Privathaus
Mehrere maskierte Täter sind am Sonntagabend in Hamburg-Billwerder in ein Wohnhaus eingedrungen und haben einen 51 Jahre alten Mann mit einem Messer attackiert. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei klingelten zunächst zwei bislang unbekannte Frauen unter einem Vorwand an dem Haus. Als eine 83 Jahre alte Bewohnerin öffnete, drängten sich mehrere maskierte Männer an ihr vorbei in das Gebäude. Im Obergeschoss trafen die Täter demnach auf einen 51-jährigen Angehörigen der Seniorin. Sie bedrohten ihn mit einer Stichwaffe und forderten die Herausgabe von Wertgegenständen. Dabei wurde der Mann schwer verletzt. Nach Medien-Informationen bestand für ihn keine Lebensgefahr; er wurde zunächst notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Täter flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Ob sie Beute machten, war nach ersten Polizeiangaben zunächst unklar. Die „Hamburger Morgenpost“ berichtete jedoch, die Täter seien mit Beute geflohen. Billwerder Billdeich: Polizei bittet um Zeugenaussagen Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung ein. Nach Angaben des NDR waren mehr als ein Dutzend Streifenwagen im Einsatz, außerdem ein Polizeihubschrauber und Diensthundeführer. Unklar blieb zunächst, wie viele Männer in das Haus eindrangen und welche Rolle die beiden Frauen, die nach ersten Erkenntnissen an der Tür geklingelt hatten, während des weiteren Tatablaufs spielten. Auch Angaben zu Alter, Erscheinungsbild oder Fluchtrichtung der Täter lagen zunächst nicht vor. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden. Von besonderem Interesse dürften Beobachtungen am Sonntagabend im Bereich des Tatorts am Billwerder Billdeich sein, etwa zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder Fluchtbewegungen. Hinweise nimmt die Hamburger Polizei unter der Telefonnummer 040/4286-56789 entgegen.