DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,30 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,18 % 65,11 USD 22:59:58 Brent 0,00 % 88,52 USD 22:59:58 WTI 0,00 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,12 % 62.946,12 USD 14:16:26 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:57 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:58 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:57

Biomarker-Test: Ernährung reduziert Demenzrisiko um bis zu 29%

Gesundheit

Die medizinische Forschung liefert neue Belege dafür, wie medikamentöse Therapien und gezielte Ernährungsstrategien den kognitiven Abbau bei Alzheimer-Patienten beeinflussen können. Eine am 15. August 2026 veröffentlichte Untersuchung des schwedischen Karolinska Universitätskrankenhauses im European Heart Journal zeigt auf, dass moderne Antikoagulanzien nicht nur das Risiko für Schlaganfälle senken, sondern auch die kognitive Verschlechterung geringfügig verlangsamen können. Medikation und kognitive Stabilität bei Vorhofflimmern Im Fokus der schwedischen Studie standen 7.308 Alzheimer-Patienten, die zusätzlich unter Vorhofflimmern litten. Die Forscher beobachteten, dass der Einsatz neuerer Antikoagulanzien, wie etwa Rivaroxaban, mit einem verlangsamten kognitiven Abbau einherging. Nach einem Beobachtungszeitraum von einem Jahr zeigten Patienten unter dieser Medikation im Vergleich zu anderen Gruppen um weniger als 1 % bessere Ergebnisse in Gedächtnistests. Zusätzlich zur kognitiven Komponente konnte eine Senkung des Risikos für Schlaganfälle sowie für einen vorzeitigen Tod festgestellt werden. Im Vergleich dazu wies das herkömmliche Medikament Warfarin ein höheres Blutungsrisiko auf. Die Wissenschaftler betonten jedoch, dass für Patienten ohne Vorhofflimmern keine Empfehlung für Antikoagulanzien ausgesprochen wird. Obwohl der Effekt auf das Gedächtnis kurzfristig als gering eingestuft wurde, wird vermutet, dass sich dieser langfristig deutlicher auswirken könnte, was weitere Studien erforderlich mache. Bedeutung von Ernährungsmustern und Biomarkern Ergänzend zu pharmakologischen Ansätzen rücken Ernährungskonzepte verstärkt in den Fokus der Forschung. Laut einer im Juni 2026 im Fachjournal JAMA Network Open veröffentlichten Studie an 1.865 schwedischen Probanden ab 60 Jahren hängen die Vorteile bestimmter Diäten stark von individuellen Biomarkern ab. Bei Personen mit erhöhten Werten für p-tau217, NfL oder GFAP war eine entzündungshemmende Ernährung mit einem signifikant geringeren Demenzrisiko assoziiert. Die Forscher bezifferten die Hazard Ratio (HR) je nach Biomarker auf Werte zwischen 0,71 und 0,79. Anzeige Wer sich mit dem Einfluss der Ernährung auf die geistige Gesundheit befasst, findet in der antientzündlichen Lebensweise einen vielversprechenden Ansatz. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt, wie Sie stille Entzündungen im Körper erkennen und mit den richtigen Lebensmitteln gezielt gegensteuern können. 12 natürliche Entzündungs-Killer jetzt entdecken Bei niedrigen Biomarker-Werten zeigten hingegen die mediterrane Diät (AMED) und der AHEI-Index (Alternative Healthy Eating Index) deutliche Vorteile. Ein taiwanesischer Ernährungsberater verwies am 14. August 2026 zudem auf eine Studie mit 604 Teilnehmern zur MIND-Diät. Dabei zeigten sowohl die MIND-Gruppe als auch eine allgemein gesund essende Kontrollgruppe nach drei Jahren kognitive Verbesserungen, wobei der Unterschied zwischen den Gruppen nicht signifikant war. Experten raten zur langfristigen Umstellung auf Vollkornprodukte, buntes Gemüse, Fisch und hochwertige Öle. Präventionspotenziale und zukünftige Forschungsfelder Die Relevanz präventiver Maßnahmen wird durch Daten der Lancet-Kommission unterstrichen, wonach weltweit etwa 45 % aller Demenzfälle durch die Vermeidung von 14 modifizierbaren Risikofaktoren verhinderbar wären. Eine US-Langzeitstudie mit 12.000 Teilnehmern über 30 Jahre identifizierte Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes als die größten vermeidbaren Risiken. Deren konsequente Vermeidung könne theoretisch zu etwa 13 zusätzlichen Lebensjahren ohne Demenz führen. Anzeige Da die Vorbeugung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck eine zentrale Rolle für die langfristige Gehirngesundheit spielt, suchen viele Betroffene nach ergänzenden Methoden. Dieser kostenlose Report stellt acht natürliche Maßnahmen vor, um die Blutdruckwerte ohne zusätzliche Medikamente zu unterstützen. Kostenlosen Report mit 8 Maßnahmen herunterladen In der pharmazeutischen Entwicklung werden zudem neue Ansätze untersucht: * Protein-Forschung: Eine Studie in Nature Aging aus dem Jahr 2026 beschreibt das ULK1-Protein als zentrales Steuerelement des zellulären Reinigungssystems im Gehirn. Da die ULK1-Spiegel bei Alzheimer-Patienten niedriger sind, suchen Forscher nach Substanzen zur Aktivierung dieses Proteins. * Klinische Prüfungen: Eine laufende Phase-2-Studie (NCT07741071) mit 270 Teilnehmern untersucht derzeit über zwei Jahre die Wirkung von Nicotinamid-Ribosid auf den Krankheitsverlauf im Frühstadium. * Naturstoffe: Eine Übersichtsarbeit in den Molecular Biology Reports vom Mai 2026 deutet darauf hin, dass die Kombination von Curcumin und Berberin antioxidativ wirkt und die Aggregation von Amyloid-beta reduzieren könnte. Diese Forschungsergebnisse verdeutlichen, dass die Bekämpfung neurodegenerativer Erkrankungen zunehmend auf einer Kombination aus frühzeitiger Diagnose mittels Biomarkern, spezifischer Medikation bei Begleiterkrankungen und einer lebenslangen Anpassung des Lebensstils basieren wird.

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