Bitcoin: Irre Rally geht weiter
Der Bitcoin setzt seine Erholung fort. Die größte Kryptowährung der Welt hat am Dienstag die Marke von 80.000 Dollar geknackt. Rückenwind liefern vor allem neue Zuflüsse in Bitcoin-ETFs und eine bessere Stimmung an den Finanzmärkten. Das nächste wichtige Etappenziel steht zudem bereits fest.
Bitcoin stieg zuletzt um mehr als 1,5 Prozent auf rund 80.280 Dollar. Damit setzt sich die Rally der vergangenen Tage fort. Der jüngste Kurssprung kommt nicht aus dem Nichts. Bereits in der vergangenen Woche legte Bitcoin innerhalb von nur drei Tagen mehr als 20 Prozent zu. Es war der stärkste Drei-Tage-Anstieg seit 2023. Auf Sicht der vergangenen Handelswoche ging es sogar um 21 Prozent aufwärts (DER AKTIONÄR berichtete). Davon profitierten auch die Bitcoin-Proxys Strategy und Metaplanet, die ebenfalls zweistellige Kursgewinne verzeichneten.
Short Squeeze und US-Schulden pushen den Bitcoin
Ein wichtiger Treiber war dabei ein Short Squeeze. Mehr als vier Milliarden Dollar an auf fallende Kurse setzenden Krypto-Positionen wurden liquidiert. Die dadurch erzwungenen Käufe verstärkten die Aufwärtsbewegung zusätzlich.
Daneben sorgte eine Entscheidung des US-Finanzministeriums für Rückenwind. Die geplante Verdoppelung der Käufe länger laufender US-Staatsanleihen ließ die Renditen zwischenzeitlich sinken. Davon profitierten auch risikoreichere Anlagen.
Gleichzeitig rückt das Thema Inflation und die hohe US-Staatsverschuldung wieder stärker in den Fokus. Knappes digitales Geld wie Bitcoin gewinnt in diesem Umfeld für einige Anleger an Attraktivität. Doch auch Gold erlebt einen neuen Run. Die Feinunze hat jüngst die Marke von 4.500 Dollar klar hinter sich gelassen. Ein Analyst sieht den Goldpreis sogar auf 5.400 Dollar steigen.
Bitcoin-ETFs ziehen Milliarden an
Besonders wichtig ist die Rückkehr institutioneller Anleger. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 1,92 Milliarden Dollar. Das war der stärkste Wochenzufluss seit Oktober. Damals erreichte Bitcoin sein bisheriges Zyklushoch. Insbesondere die ETF-Zuflüsse gelten als ein wichtiges Signal. Sie zeigen, dass die Nachfrage nicht ausschließlich von kurzfristig orientierten Tradern kommt. Auch größere Anleger positionieren sich wieder.