DAX +0,60 % 25.564,12 Pkt 09:47:57 MDAX +0,73 % 30.509,81 Pkt 09:47:57 Euro Stoxx 50 -0,16 % 6.154,83 Pkt 09:47:45 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold -0,11 % 4.070,20 USD 09:52:53 Silber -0,39 % 54,08 USD 09:52:07 Brent -2,58 % 110,94 USD 09:52:43 WTI +1,69 % 101,59 USD 09:52:53 Bitcoin +0,70 % 81.374,25 USD 10:02:51 EUR/USD -0,42 % 1,11270 USD 10:02:43 EUR/GBP -0,05 % 0,83690 GBP 10:02:57 EUR/CHF -0,10 % 0,92390 CHF 10:02:57 EUR/JPY -0,33 % 175,440 JPY 10:02:57

Bitcoin rutscht wieder unter 80.000 US-Dollar

Technologie

Nachdem Bitcoin gegen Mitte September die 80.000-US-Dollar-Marke zurückerobert hatte, verlief der Kurs mehrere Wochen seitwärts. Währenddessen kam es unter anderem bei Technologieaktien oder den Edelmetallen Gold und Silber zu stärkerem Abgabedruck.

Grund dafür waren unter anderem höher als erwartete Inflationsdaten aus den USA, der steigende Ölpreis sowie zeitweise deutlich anziehende Renditen bei US-Staatsanleihen.

Seit zwei Wochen dominieren an der Wall Street zudem wieder die KI-Sorgen, wie anhand der schwachen Performance des Halbleiterindex SOX oder auch des Nasdaq 100 abzulesen ist. Der SOX fiel seit dem 6. Oktober um fast 20 %, der Nasdaq 100 (QQQ) um circa 8 %.

BTC zeigte sich von alledem vorerst weitestgehend unbeeindruckt. Am Mittwoch dieser Woche wurden sogar noch die 85.000 US-Dollar ins Visier genommen. Doch seit Donnerstag setzte auch bei BTC eine stärkere Schwäche ein, während die breiteren Märkte weiter unter Druck gerieten.

Am heutigen Samstag fiel der Kurs schließlich auf circa 79.100 US-Dollar zurück – ein Niveau, bei dem BTC zuletzt am 18. September notierte. Damit beträgt der Kursrückgang seit dem Zwischenhoch vom 21. September (~87.400 US-Dollar) knapp 10 %.

Einen konkreten Auslöser für den heutigen Kursrutsch scheint es derweil nicht zu geben. Eigentlich sind stärkere Kursschwankungen an Wochenenden spätestens seit der Zulassung der Bitcoin-Spot-ETFs im Januar 2024 eher seltener geworden.

In illiquideren Märkten kann es aber schneller zu Liquidierungskaskaden kommen. Am vergangenen Wochenende gab es ebenfalls einen kleineren Kurseinbruch bei BTC, dieser wurde jedoch binnen weniger Stunden wieder aufgekauft.

Bei dem heutigen Rutsch auf die 79.100 US-Dollar wurden laut Daten von Coinglass innerhalb von 4 Stunden rund 150 Millionen US-Dollar an Bitcoin-Long-Positionen aus dem Markt gespült.

Ob dies der Vorbote für eine schwierige kommende Handelswoche ist oder sich BTC über das Wochenende wieder fangen wird, ist noch unklar.

Bitcoin hat jetzt den Kursausbruch über das Hoch aus dem Mai wieder komplett zurückgenommen. Aktive Marktteilnehmer könnten das als Zeichen der Schwäche werten und entsprechend danach handeln.

Noch notiert BTC aber über dem wichtigen 50-Wochen-Durchschnitt, der aktuell bei circa 76.000 US-Dollar liegt. In der Vergangenheit diente dieser gleitende Durchschnitt als ziemlich zuverlässiger Indikator dafür, ob sich Bitcoin in einem Bullen- oder Bärenmarkt befindet.

Hinzu kommt, dass der Kursanstieg seit dem (bisherigen) Bärenmarkttief vom 1. Juli, als BTC auf 57.717 US-Dollar gefallen war, sehr stark dem Beginn des vergangenen Bullenmarkts ähnelt. Aber selbst dieser Vergleich spricht erst einmal für eine etwas ausgedehntere Korrektur.

Wie sich BTC von hier aus weiter entwickeln wird, dürfte wohl insbesondere davon abhängen, ob sich die Schwäche an den Aktienmärkten fortsetzen wird. Denn bei größeren Abverkäufen wurde BTC bislang nahezu immer mit nach unten gezogen.

Am Mittwoch kommender Woche gibt es zudem die Leitzinsentscheidung der Federal Reserve. Der Markt preist aktuell zwar zu circa 90 % ein, dass der Leitzins gleichbelassen wird. Das Statement von Fed-Chef Kevin Warsh sowie seine Aussagen bei der Pressekonferenz könnten jedoch größere Volatilität mit sich bringen.

Marktbewegend dürften auch die Midterm-Wahlen in den USA Anfang November sein. Laut einer Analyse der Großbank Charles Schwab wären potenzielle Kursrücksetzer bei Kryptowährungen durch überraschend gute Ergebnisse der Demokraten aber Kaufgelegenheiten.

Trotz des Kursrückgangs ist BTC seit dem Tief aus dem Sommer noch über 37 % im Plus. Silber hingegen ist in den vergangenen Tagen auf ein neues Jahrestief gefallen, womit das Edelmetall seit dem Allzeithoch mehr verloren hat als BTC im Sommer. Gold kämpft derweil mit den Jahrestiefs.

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