Bitcoin: Wichtige Unterstützung verteidigt
Bitcoin behauptet sich zum Wochenstart klar über 80.000 Dollar, obwohl manipulierte Ledger-Wallets für Unruhe sorgen. Am Montagmorgen notiert die Digitalwährung rund 1,1 Prozent fester bei etwa 82.600 Dollar.
Ledger stellt Hardware-Wallets her, Geräte, die private Schlüssel offline verwahren. Seit dem 9. Oktober melden Nutzer leer geräumte Konten, vor allem in Südostasien. Ledger fand in einem Gerät, das über den Wiederverkäufer CryptoBilis verkauft wurde, einen verdeckten Chip. Dieser las die 24 Wörter der Wiederherstellungsphrase vom Display ab und funkte sie per Mobilfunk an die Täter. Da das Gerät normal funktioniert, schlägt die Echtheitsprüfung nicht an. Ledger ließ den Verkauf über CryptoBilis stoppen. Auch MediaMarkt nahm nach Berichten über manipulierte Geräte in Deutschland alle Ledger-Produkte aus dem Verkauf.
Der Ledger-Skandal ist ein Sicherheitsproblem der Geräte, die Blockchain ist davon jedoch nicht betroffen. Das Risiko liegt bei der Verwahrung. Wer ein Ledger aus einem betroffenen Vertriebsweg besitzt, sollte die Herstellerhinweise befolgen und seine Coins auf ein neues Gerät mit neu erzeugter Phrase übertragen. Offen bleibt, wie weit die Manipulationen reichen.
Citigroup wird bullish
Die Citigroup hob ihr Zwölf-Monats-Ziel auf 113.000 Dollar an. Passend dazu kauften Bitcoin-Wale in den vergangenen 60 Tagen rund 43.000 Bitcoin für 2,75 Milliarden Dollar. Gleichzeitig zogen Anleger aus Spot-ETFs zuletzt allerdings 228 Millionen Dollar ab.