Bittere Quoten-Misere: Nur 210.000 junge Zuschauer wollen neuen ARD-Film sehen
Am Mittwochabend schickte die ARD ihre frisch gebackene "Tatort"-Kommissarin Karoline Schuch ins Quoten-Rennen, überzeugende Zahlen konnte das Drama "Elodie" allerdings nicht einfahren.
An diesem Sonntag wird Karoline Schuch erstmals als Polizeipsychologin Elli Krieger an der Seite von Almila Bagriacik zu sehen sein und damit eine neue "Tatort"-Ära in Kiel einläuten.
Gut möglich, dass der "Tatort: Unter Freunden" quotentechnisch an der 10-Millionen-Marke kratzen wird, doch das ist im Augenblick noch Zukunftsmusik. Die Gegenwart hört auf den Namen "Elodie" und sieht deutlich trister aus.
Am Mittwochabend, dem 7. Oktober 2026, erreichte das Drama um eine von ihrem Ehemann verlassene Frau, die beginnt, sich mit Traumata ihrer Kindheit auseinanderzusetzen, insgesamt 2,93 Millionen Menschen, wie "Quotenmeter" berichtet.
Das ist ein solider, wenn auch nicht besonders bestechender Wert, zumal das ZDF zeitgleich mit seinem Dauerbrenner "Aktenzeichen XY… Ungelöst" 3,8 Millionen Neugierige erreichte.
Weitaus problematischer sieht es beim Blick aufs junge Publikum aus. Nur 210.000 Personen aus der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen sind dann doch arg wenige, die sich am Mittwoch für die ARD entschieden, was sich folgerichtig mit einem schwachen Marktanteil von lediglich 5,8 Prozent bemerkbar macht.
ZDF beim jungen Publikum deutlich vor der ARD
Nun könnte man argumentieren, dass junge Menschen grundsätzlich wenig lineares TV konsumieren und die Werte von "Elodie" einfach nur ein hinzunehmender Spiegel unserer Zeit sind. Doch auch hier lohnt der Blick auf das ZDF.
Wie beim Gesamtpublikum hat der Mainzer Sender auch in diesem Segment deutlich die Nase vorn. "Aktenzeichen XY… Ungelöst" schauten sich 670.000 der 14- bis 49-Jährigen an, was zu einem starken Marktanteil von 18,4 Prozent führte.
Natürlich hat es lineares Fernsehen schwerer als noch vor einigen Jahren, deutlich bessere Werte als der ARD-Film können aber nach wie vor erreicht werden. Am Ende liegt es also immer noch an konkreten Formaten und Inhalten, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Eine pauschale Absage an klassisches TV sind die Zahlen vom Mittwochabend jedenfalls nicht.