Blindgänger in Kiel: Alle Anwohner raus, Entschärfung beginnt
Stand: 06.09.2026 15:32 Uhr
In Kiel beginnen Experten vom Kampfmittelräumdienst, eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Zuvor mussten laut Polizei mehr als 5.000 betroffenen Anwohner das Sperrgebiet verlassen.
Heute entschärfen Experten vom Kampfmittelräumdienst in Kiel-Dietrichsdorf einen 250 Kilogramm schweren Blindgänger in der Insterburger Straße. Polizeibeamte mussten zuvor sicherstellen, dass sich niemand mehr im Sperrbereich aufhält. Nach etwas Verzögerung gehen die Arbeiten nun los: Der Zünder kann unschädlich gemacht werden, wie die Polizei mitteilt.
Kampfmittelräumdienst bereitet Entschärfung vor
Die Experten des Kampfmittelräumdienstes hatten zuvor schon einige Maßnahmen zur Entschärfung der Fliegerbombe getroffen, wie die Polizei weiter mitteilt. So wurde unter anderem der Blindgänger aus dem Loch gehoben. Ist die Bombe unschädlich gemacht, kommt sie anschließend auf das Betriebsgelände des Kampfmittelräumdienstes.
Großes Sperrgebiet in Dietrichsdorf
Nach Angaben der Beamten mussten insgesamt mehr als 5.200 Personen bis 14 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Dabei unterstützten auch Auszubildende der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin (Kreis Ostholstein). Teilweise mussten ältere Personen mit Krankenwagen aus ihren Wohnungen geholt werden. Weil auch nach 14 Uhr noch einige Anwohner Zuhause waren, verzögerte sich der Beginn der Entschärfung etwas, so die Polizei.
Anwohner können sich in der Andreas-Gayk-Schule aufhalten
Für Menschen ohne anderweitige Unterkunft hat die Andreas-Gayk-Schule in der Tiefen Allee 45 seit 13 Uhr ihre Türen geöffnet. Laut einer NDR Reporterin sind dort etwa 50 Menschen vor Ort. Wer Hilfe benötigt, erreicht die Kieler Berufsfeuerwehr unter (0431) 590 55 55.
Entschärfung der Fliegerbombe soll mehrere Stunden dauern
Die betroffenen Dietrichsdorfer müssen sich nach Angaben der Beamten darauf einstellen, dass sie erst nach mehreren Stunden wieder in ihre Wohnungen und Häuser dürfen. Wie lange die Entschärfung genau dauern wird, kann die Polizei nicht sagen. Eine Sprecherin geht von etwa einer Stunde aus - vorausgesetzt, es gebe keine Komplikationen. Der Kampfmittelräumdienst hatte den 250 Kilogramm schweren Blindgänger bei Auswertungen in etwa vier Metern Tiefe entdeckt.