DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold +1,43 % 4.107,00 USD 22:59:54 Silber +0,34 % 57,79 USD 22:59:48 Brent 0,00 % 90,12 USD 20:28:19 WTI 0,00 % 84,67 USD 22:59:59 Bitcoin +0,71 % 63.211,32 USD 19:25:44 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:53 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:53 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:53 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:53

Blitzer.de statt ooono: Dieser Radarwarner überzeugt im Test

Wirtschaft

Die Nutzung betriebs­bereiter Radarwarner ist in Deutschland nach § 23 Absatz 1c Stra­ßenver­kehrs­ordnung nicht erlaubt. Gleichwohl sind diese "Assistenten" bei Autofahrern beliebt - nicht nur bei Rasern, die die zulässige Höchst­geschwin­digkeit vorsätzlich über­schreiten, sondern auch bei Zeit­genossen, die vielleicht hin und wieder Gefahr laufen, den Hinweis auf ein Tempolimit zu übersehen. ooono war bis vor einigen Monaten besonders beliebt. Seit einigen Monaten klagen die Nutzer allerdings über veraltetes Daten­mate­rial, sodass es immer wieder zu falschen Alarmen kam. Wie berichtet hat Technaxx mit dem Secure Drive PRO TX-388 eine Art "Nachfolger" auf den Markt gebracht. So kommen die Daten auf das Gerät Secure Drive PRO TX-388 von Technaxx Foto: teltarif.de Der Hersteller bezeichnet das Gerät als Stra­ßenver­kehrs­warner. Es bietet die Anbindung an die Datenbanken von Blitzer.de und SCDB.info. Damit wird auf die Daten von mehr als fünf Millionen Nutzern zurück­gegriffen. Wir haben den Secure Drive PRO TX-388 ausprobiert und berichten darüber, welche Erfahrungen wir mit dem Stra­ßenver­kehrs­warner gemacht haben. Der Radar- und Gefah­renstellen-Warner kommt in einer kleinen, aber zweck­mäßigen Verpackung. Neben dem Warner selbst liefert der Hersteller eine kleine Halterung und ein Ladekabel mit. Dazu kommen Bedie­nungs­anlei­tungen auf Deutsch und Englisch. Aber auch auf der Rückseite der Verpackung finden sich Hinweise dazu, wie die Erst­einrich­tung des Stra­ßenver­kehrs­warners gelingt. Verbindung mit dem Smartphone obli­gato­risch Der Secure Drive PRO TX-388 verfügt über keinen nativen Internet-Anschluss. Somit muss eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone hergestellt werden. Für die Internet-Anbindung wird die Trafficnaxx-App benötigt, die kostenlos aus dem Google Play Store oder aus dem AppStore von Apple herun­terge­laden werden kann. Der Straßenverkehrswarner kommt in einer kleinen Verpackung Foto: teltarif.de Die App kann nicht ohne Regis­trie­rung genutzt werden. Warum der Hersteller keine anonyme Verwendung zulässt, ist nicht bekannt. Wir haben den Namen und eine E-Mail-Adresse angegeben. Im Anschluss mussten die Nutzungs­bedin­gungen akzeptiert werden. Im nächsten Schritt konnte der Secure Drive PRO TX-388 mit dem Smartphone gekoppelt werden. Firmware-Update nach Erst­inbe­trieb­nahme Direkt nach Herstellen der Verbindung wurde eine neue Firmware für den Radarwarner gefunden. Diese war innerhalb weniger Minuten installiert. Technaxx weist darauf hin, dass während des Updates die Bluetooth-Verbindung erfor­derlich ist. Zudem benötigt der Secure Drive PRO TX-388 ausreichend Akku­kapa­zität. Unser Testgerät kam mit nur 25 Prozent Akkuladung an. Also haben wir vor dem ersten Einsatz nachgeladen. Dazu kann auch ein Handy-Ladegerät mit USB-C-Stecker genutzt werden. Der Ladestand wird in 25-Prozent-Schritten angezeigt. Nach nicht einmal einer Stunde waren zuerst 50, dann 75 und schließlich 100 Prozent Akkuladung erreicht. Warnungen auch direkt in der App Auch die TrafficNaxx-App weist auf potenzielle Warnungen in der Umgebung des eigenen Standorts hin. Die potenziell nächsten Warnungen im Umkreis von 30 Kilometern können hier abgerufen werden. Neben Blitzern wird beispiels­weise auch vor Baustellen gewarnt. Neben einer Liste ist auch eine Karten­ansicht verfügbar. Über die App kann der Nutzer auch festlegen, welche Warnungen es geben soll. Zur Auswahl stehen Blitzer und andere Verkehrs­warnungen, etwa Staus und Unfälle. Der Nutzer kann zudem festlegen, in welchem Abstand zur Gefah­renstelle die Warnung erfolgen soll. Zur Auswahl stehen verschie­dene Stufen zwischen 50 und 500 Metern. Vorein­gestellt sind 300 Meter. Geschwin­digkeits-Assistent ebenfalls integriert Radarwarner, Halterung, Ladekabel und Bedienungsanleitungen im Lieferumfang Foto: teltarif.de Ebenfalls verfügbar ist ein Geschwin­digkeits-Assistent, der bei Über­schreiten der zulässigen Höchst­geschwin­digkeit alarmiert. Hier können Nutzer festlegen, ob sie alarmiert werden sollen, wenn sie das Tempolimit erreicht haben. Alternativ können Über­schrei­tungen von bis zu 30 km/h "freigegeben" werden. Nicht zuletzt lassen sich die Warntöne probehören und der Anwender kann in mehreren Stufen die Lautstärke für die Warnungen einrichten. Es ist auch möglich, die akustischen Hinweise abzu­schalten. Dann erfolgen die Hinweise nur noch optisch - einerseits auf dem Secure Drive PRO TX-388, ande­rerseits aber auch auf dem Display im Fahrzeug. Das Gerät ist nämlich mit Android Auto und Apple CarPlay kompatibel. Viele Einstell-Möglich­keiten in der App USB-C-Anschluss auf der Unterseite Foto: teltarif.de Weitere Optionen in der App sind die Anzeige von Blitzern und anderen Gefah­renstellen auf der Karte und die Lautstärke der Warntöne über das Smartphone. Nicht zuletzt muss man der TrafficNaxx-App gestatten, den eigenen Standort auch dann zu verwenden, wenn die App gerade nicht aktiv genutzt wird. Nur dann ist gewähr­leistet, dass Warnungen auch dann erfolgen, wenn die Anwendung nicht geöffnet ist. Der Secure Drive PRO TX-388 verfügt über einen Bewe­gungs­sensor und wird dann aktiv, wenn er bewegt wird - etwa während einer Autofahrt. Das ist sinnvoll, denn so ist gewähr­leistet, dass im Ruhezustand nicht unnötig Akku­kapa­zität verbraucht wird. Sobald der Stra­ßenver­kehrs­warner bewegt wird, verbindet er sich automatisch mit dem Smartphone bzw. der TrafficNaxx-App. Dazu wird jeweils auch ein Hinweis auf dem Handy-Display angezeigt. Erfahrungen im praktischen Einsatz Anschlie­ßend folgte der Praxistest. Hinweise zur Über­schrei­tung der Höchst­geschwin­digkeit wurden zuverlässig optisch und akustisch angezeigt - zumindest bei unseren ersten Tests. Im weiteren Verlauf stellten wir fest, dass oft eine falsche zulässige Höchst­geschwin­digkeit angezeigt und somit vor Über­schrei­tungen gewarnt wurde, die es gar nicht gab. Wir haben die Pres­sestelle von Technaxx auf dieses Problem ange­spro­chen und die Information erhalten, der Fehler sei bekannt. "Technaxx arbeitet mit Mapbox zusammen und die dort hinter­legten Geschwin­digkeits­daten sind leider nicht auf allen Straßen zu 100 Prozent akkurat", so die Antwort. Der Hersteller arbeite an einer Lösung. Workaround wäre der vorüber­gehende Verzicht auf die Warnungen vor möglichen Über­schrei­tungen der zulässigen Höchst­geschwin­digkeit. Datenbank wird minütlich aktua­lisiert Firmware-Update beim Erstkontakt mit der App Screenshot: teltarif.de Die Warnungen vor Radarfallen oder auch vor Baustellen und Staus waren im Test sehr zuverlässig. Dabei räumte die Pres­sestelle von Technaxx auf Nachfrage auch mit einem Miss­verständnis auf. In der Beschrei­bung zum Gerät und Dienst ist davon die Rede, dass die Daten mit Blitzer.de alle 24 Stunden abgeglichen werden. Das wäre für mobile Blitzer eine zu große Zeitspanne. Allerdings gilt der einmalige Daten­abgleich pro Tag nur für stationäre Radarfallen. Für mobile Blitzer werden die Daten minütlich übermittelt. Im Test fiel uns das Problem auf, dass das Autoradio durch die Verbindung mit Apple CarPlay stumm­geschaltet, nach dem Warnton aber nicht wieder aktiviert wurde, sodass wir das jeweils manuell erledigen mussten. Hierfür hat der Hersteller ein App-Update angekündigt, das mögli­cher­weise schon verfügbar ist, wenn dieser Testbericht veröf­fent­licht ist. Hier wäre der Workaround, auf die akustischen Hinweise auf dem Smartphone - und somit auch über Apple CarPlay - zu verzichten, bis das Update zur Verfügung steht. Klein, handlich und gutes Display Der Secure Drive PRO TX-388 ist so klein, dass er in eine Handfläche passt. Das Display ist hell und gut ablesbar. Das Gerät verfügt über zwei Tasten: einmal zum Ein- und Ausschalten sowie als Kame­ramel­dungs- und Bestä­tigungs­taste links neben dem Display, zum anderen - auf der rechten Seite - der Schalter zum Melden und Bestätigen von Verkehrs­warnungen. Blitzer und andere Gefahrenstellen auf der Karte in der App Screenshot: teltarif.de Der fest integrierte Akku hat eine Kapazität von 600 mAh. Je nach Nutzung hält er nach Hersteller-Angaben bis zu zwei Monate durch, bevor er nachgeladen werden muss. Das konnten wir im Test nicht veri­fizieren. Eine seriöse Aussage zur Laufzeit ist allerdings ohnehin kaum möglich, denn der Akku­verbrauch hängt freilich stark davon ab, wie oft und wie lange der Stra­ßenver­kehrs­warner betrieben wird. Fazit: Zwei Baustellen muss der Hersteller angehen Insgesamt hinterlässt das Gerät einen guten Eindruck. Die Schön­heits­fehler (falsche Anzeige der Höchst­geschwin­digkeit, infol­gedessen falsche Warnungen / CarPlay-Audio-Fehler) will der Hersteller zeitnah beheben. Sobald das der Fall ist, kann das Gerät aus rein technischer Sicht empfohlen werden. Allerdings sei nochmals darauf hingewiesen, dass die Nutzung nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen euro­päischen Ländern nicht statthaft ist.

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