DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,28 % 52.358,92 Pkt 19:00:40 S&P 500 +1,25 % 7.719,16 Pkt 19:00:40 Nasdaq +1,94 % 26.457,92 Pkt 19:00:41 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,84 % 4.072,30 USD 18:50:27 Silber +0,54 % 54,40 USD 18:50:32 Brent -5,53 % 109,41 USD 18:50:30 WTI -1,93 % 99,80 USD 18:50:39 Bitcoin +0,47 % 80.385,78 USD 19:00:38 EUR/USD -0,73 % 1,11360 USD 18:59:44 EUR/GBP -0,24 % 0,83650 GBP 19:00:42 EUR/CHF -0,16 % 0,92260 CHF 19:00:42 EUR/JPY -0,04 % 175,838 JPY 19:00:42

Bluthochdruck: Diese pflanzlichen Verbindungen können helfen

Gesundheit

Verschiedene Pflanzenstoffe können einen signifikanten Beitrag zur Prävention und Therapie von Bluthochdruck leisten. Dabei wirken die pflanzlichen Verbindungen wie Quercetin und Curcumin über mehrere miteinander verknüpfte Effekte.

Welche Pflanzenstoffe eine Wirkung gegen Bluthochdruck entfalten und welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen, hat ein chinesisches Forschungsteam in einer aktuellen Übersichtsarbeit untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Phytotherapy Research“ veröffentlicht.

Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte

Verschiedene Pflanzenstoffe zeigen vielversprechende präventive und therapeutische Wirkungen bei Bluthochdruck.

Die pflanzlichen Verbindungen wirken über mehrere Zielstrukturen und Signalwege und können auch den Stoffwechsel und die Darmflora verbessern.

Die Multitarget-Wirkung ist einerseits ein Vorteil, erschwert anderseits jedoch zugleich die klinische Anwendung.

Außerdem ist die geringe Bioverfügbarkeit der Pflanzenstoffe eine Herausforderung bei der Anwendung.

Pflanzenstoffe zur Blutdrucksenkung?

Zahlreiche frühere Studien haben pflanzliche Verbindungen wie Flavonoide, Terpenoide und Alkaloide bereits mit vorteilhaften Effekten auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit in Zusammenhang gebracht und dabei auch positive Auswirkungen auf den Blutdruck aufgezeigt.

Beispielsweise kam eine Forschungsarbeit vor zwei Jahren zu dem Schluss, dass der Pflanzenwirkstoff Berberin vaskuläre Dysfunktionen lindert und den Blutdruck senkt und für zahlreiche weitere Pflanzenstoffe sind ähnliche Wirkungen dokumentiert. Allerdings bleiben die zugrundeliegenden Mechanismen bisher weitgehend unklar.

Welche Pflanzenstoffe über welche Wirkmechanismen einen Einfluss auf den Blutdruck haben, versuchten die Forschenden daher nun anhand einer Auswertung der verfügbaren Studien zu ermitteln. Der Schwerpunkt lag dabei unter anderem auf den physiologischen Regulationsmechanismen und den beteiligten zentralen Signalwegen.

Welche Pflanzenstoffe zeigen Wirkung?

Die Forschenden untersuchten die Wirkung von Flavonoiden, Terpenoiden, Alkaloiden, Phenylpropanoide, Kohlenhydraten und anderen pflanzliche Verbindungen und konnten dabei für einige Pflanzenstoffe deutliche Effekte gegen Bluthochdruck feststellen.

Unter anderem zeigen die Flavonoide Quercetin, Hesperidin, Luteolin und Kaempferol eine signifikante Wirkung gegen Bluthochdruck, berichtet das Team.

Bei den Alkaloiden werden zum Beispiel verschiedene Ginsenoside, Berberin, Limonin, Sclareol und Carvacrol als wirksame Blutdrucksenker genannt und bei den anderen pflanzlichen Verbindungen sind beispielsweise Resveratrol und Curcumin als effektive Wirkstoffe beschrieben.

Multitarget-Wirkung der Pflanzenstoffe

Dabei wirken die Pflanzenstoffe laut den Fachleuten über verschiedene Signalwege und neben den direkten Effekten auf den Blutdruck, seien auch indirekte Effekte beteiligt wie positive Veränderungen des Stoffwechsels und der Darmflora, die Hemmung von Entzündungen und oxidativem Stress.

„Bioaktive Inhaltsstoffe pflanzlichen Ursprungs bieten aufgrund ihrer Wirkung auf mehrere Zielstrukturen und Signalwege neuartige Strategien für das Management von Bluthochdruck“, betonen die Forschenden.

Insbesondere die Multitarget-Wirkung biete dabei einen wichtigen Vorteil gegenüber den bisher verfügbaren Bluthochdruck-Medikamenten. Allerdings werde auch die klinische Anwendung durch diese Komplexität der Wirkmechanismen erschwert.

Herausforderungen bei der Anwendung

Zudem bilde die geringe Bioverfügbarkeit eine Herausforderung bei der medizinischen Nutzung und es bedürfe verbesserter Verabreichungssysteme (zum Beispiel „Nanocarrier“), um eine stärkere blutdrucksenkende Wirkung zu erzielen, ergänzen die Forschende.

Insgesamt erscheinen Pflanzenstoffe wie Berberin, Quercetin, Curcumin und Resveratrol dennoch als äußerst vielversprechende Wirkstoffe zur Prävention und Behandlung von Bluthochdruck, wobei nun weitere klinische Studien erforderlich bleiben, um deren Nutzen in der Praxis zu überprüfen. (fp)

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren