DAX +2,24 % 26.202,35 Pkt 18:00:00 MDAX +1,81 % 32.559,91 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,94 % 6.486,70 Pkt 18:00:00 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,98 % 65.861,00 Pkt 04:35:03 Gold +3,84 % 4.188,70 USD 05:27:03 Silber +5,90 % 61,07 USD 05:27:03 Brent -6,48 % 78,34 USD 05:23:56 WTI -7,16 % 74,59 USD 05:26:59 Bitcoin +0,05 % 64.083,94 USD 05:37:02 EUR/USD +0,28 % 1,15390 USD 05:36:57 EUR/GBP +0,04 % 0,85730 GBP 05:37:05 EUR/CHF -0,09 % 0,93170 CHF 05:37:05 EUR/JPY +0,22 % 181,673 JPY 05:37:06

Bluthochdruck: Vorzeitige Menopause erhöht Risiko signifikant

Gesundheit

Ein frühes Einsetzen der Menopause ist mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck verbunden. Frauen, die bereits vor dem 35. Lebensjahr in die Menopause kommen, sind dabei besonders gefährdet. Eine frühzeitige Menopause sollte daher als eigenständiger kardiovaskulärer Risikofaktor bewertet werden. Ein spanisches Forschungsteam hat in einer aktuellen Studie die Zusammenhänge zwischen dem Alter bei Einsetzen der Menopause und dem Risiko für Bluthochdruck untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Menopause“ veröffentlicht. Frühe Menopause ein Gesundheitsrisiko Mit der Menopause verändern sich zahlreiche Prozesse im weiblichen Körper und ein vorzeitiges Eintreten der Menopause ist mit verschiedenen Gesundheitsrisiken verbunden, wie frühere Untersuchungen bereits eindeutig belegen. Zum Beispiel berichteten Forschende letztes Jahr auf einem Kongress der European Society of Endocrinology (ESE) und der European Society of Paediatric Endocrinology (ESPE), dass eine frühe Menopause das Risiko für Fettlebererkrankungen deutlich erhöht. Auch wurde in einer anderen Forschungsarbeit bereits ein Zusammenhang zwischen früher Menopause und einem verstärkten Rückgang der Muskelmasse und -kraft hergestellt und eine weitere Studie bewertete den frühen Eintritt der Menopause als Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten. Risikofaktor für Bluthochdruck? Anhand der Daten von 107.836 postmenopausalen Frauen aus der UK Biobank überprüften die Forschenden nun, inwiefern ein Zusammenhang zwischen dem Alter bei Eintritt der Menopause und dem Risiko für die Entwicklung von Bluthochdruck besteht. Die Frauen wurden im Durchschnitt 15 Jahre lang begleitet. Auf Basis des Alters bei Eintritt der Menopause unterschieden die Forschenden zwischen, normalem (nach dem 45. Lebensjahr), frühem (zwischen 40 und 45 Jahren) und vorzeitigem (vor dem 40. Lebensjahr) Eintritt der Menopause. Auch wurde zum Beispiel erfasst, ob die Menopause natürlich oder chirurgisch bedingt eintrat. Erhöhtes Risiko bei früher Menopause In dem Beobachtungszeitraum wurde bei 18.508 Frauen (17,2 Prozent) Bluthochdruck diagnostiziert und das Risiko stieg mit sinkendem Alter bei Eintritt der Menopause kontinuierlich an, berichten die Forschenden. So hätten 16,6 Prozent der Frauen mit normalem Menopause-Alter Bluthochdruck entwickelt, verglichen mit 18,8 Prozent der Frauen mit früher Menopause und 22,6 Prozent der Frauen mit vorzeitiger Menopause. Nach Berücksichtigung von mehr als 50 potenziellen Einflussfaktoren wiesen die Frauen mit vorzeitiger Menopause immer noch ein um 12,3 Prozent höheres Risiko für Bluthochdruck auf als Frauen, deren Menopause erst nach dem 45. Lebensjahr eintrat, betonen die Fachleute. Auch sei deutlich geworden, dass bei Betrachtung des Menopause-Alters als Variable das Risiko für Bluthochdruck seinen Höhepunkt bei einem Eintritt der Menopause im Alter zwischen 25 und 35 Jahren erreicht. Eigenständiger kardiovaskulärer Risikofaktor Die Fachleute kommen zu dem Schluss, dass das Alter bei Eintritt der Menopause als eigenständiger kardiovaskulärer Risikofaktor zu betrachten ist, insbesondere bei Frauen, die die Menopause vor dem 40. Lebensjahr erreichen. Bei den gefährdeten Frauen könnte demnach ein frühzeitiges Screening auf Bluthochdruck und eine entsprechende Behandlung möglicherweise das langfristige Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant senken. „Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die potenziellen langfristigen gesundheitlichen Risiken, die mit einer vorzeitigen Menopause einhergehen, und insbesondere die Notwendigkeit, regelmäßig auf kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Bluthochdruck zu untersuchen“, kommentiert die medizinische Leiterin der „Menopause Society“ Dr. Stephanie Faubion die neuen Erkenntnisse. (fp)

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