BMVg will zusätzliches Flottendienstboot beschaffen
Die Bundeswehr soll ein viertes Flottendienstboot für die strategische Aufklärung erhalten, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius heute in seiner Rede während der Kiellegungszeremonie des dritten Schiffes der Klasse 424 auf der Peene-Werft in Wolgast sagte. Das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr sehe ein viertes Flottendienstboot vor, sagte der Minister. „Ich habe in der vergangenen Woche, eng abgestimmt mit dem Inspekteur der Marine und dem Inspekteur CIR, den Kurs gesetzt für ein viertes Schwesterboot der Klasse 424“, sagte Pistorius in Wolgast. Nachdem diese fachlich fundierte Entscheidung getroffen worden sei, gehe es jetzt in den parlamentarischen Abstimmungsprozess, kündigte der Minister an. „Der Auftrag ist auf dem Weg ins Parlament.“
Seinen Worten zufolge stellen die Flottendienstboote eine strategisch „extrem wichtige Fähigkeit“ für die gesamten Streitkräfte dar. Das erste Boot solle 2029 zulaufen. Die Klasse 424 verfügt über moderne Aufklärungstechnologie, um Informationen zum militärischen Lagebild zu liefern. Beim Einsatz der Schiffe arbeiten Marine und das Kommando CIR eng zusammen.
Für den Werftstandort Wolgast, der von Rheinmetall Naval betrieben wird, dürfte die angekündigte Beschaffung ein wichtiges Signal darstellen, da aufgrund des Abbruchs des Fregattenprojekts 126 Unklarheit über die Zukunft besteht. Pistorius betonte, dass die deutsche Werftindustrie große Bedeutung für die Bundeswehr habe.