BMW-Chef stellt 35‑Stunden‑Woche infrage: „Wir brauchen Speed“
BMW-Vorstand Milan Nedeljković hält die 35-Stunden-Woche für ein Hindernis im globalen Wettbewerb. „Wir brauchen Speed“, sagte er in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Zudem seien die Arbeitskosten in Deutschland zu hoch. Die Arbeitszeit sei „ein Hindernis für innovative neue Industrien, die im globalen Wettbewerb auf Geschwindigkeit angewiesen sind“, sagte er. Als Beispiele nannte er die Chip-Entwicklung oder autonome Fahrsysteme und betont: „Wir brauchen Speed.“
Der Münchner Automobilkonzern steckt mitten in massiven Umbrüchen und bereitet ein umfassendes Sparprogramm vor. BMW und Betriebsrat verhandelten im Sommer sechs Wochen lang und einigten sich auf ein weitreichendes Personalstrukturprogramm, so Nedeljković.
BMW kürzt vor allem in indirekten Bereichen wie Verwaltung, Entwicklung und Planung am Standort München. Fabrikarbeiter bleiben verschont – eine Betriebsvereinbarung schließt Entlassungen in den weltweiten Werken explizit aus.
Neue E-Auto-Plattform als Kraftakt
Die Maßnahmen bereiten den Konzern auf die „Neue Klasse“ vor, die nächste Elektroauto-Generation. Bis Ende 2027 will das Unternehmen 40 neue Modelle auf den Markt bringen.
BMW setzte auch auf neue Technologien wie künstliche Intelligenz, um Prozesse zu beschleunigen. Der Konzern wolle agiler werden, interne Strukturen verschlanken und stärker auf Eigenverantwortung setzen, betonte Nedeljković. Dies bedeutet weniger Mitarbeiter, aber schnellere und direktere Zusammenarbeit mit Fokus auf Wertschöpfung.
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