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BMW-Erben: Das sind die reichsten Milliardäre aus Frankfurt und Hessen

Wirtschaft

Neue Rangliste veröffentlicht

Das sind die reichsten Milliardäre aus Frankfurt und Region

Von t-online, osf

Aktualisiert am 07.10.2026 - 11:37 UhrLesedauer: 3 Min.

Die reichste Familie im Land besitzt mehr als 66 Milliarden Euro. In die Liste der reichsten Deutschen schafften es auch Frankfurter – und ein Geschwisterpaar aus dem Hochtaunus.

Die Zahl der Milliardäre in Deutschland erreicht mit 257 einen neuen Rekordwert. An der Spitze hat es jedoch einen Wechsel gegeben: Lidl-Gründer Dieter Schwarz muss seinen ersten Platz abgeben. Er liegt mit einem Vermögen von 53,7 Milliarden Euro jetzt auf dem zweiten Rang der neuesten Rangliste des "Manager Magazins". Platz eins geht nun an die Gesellschafterfamilie Boehringer Ingelheim mit 66,7 Milliarden Euro.

Unter den "500 reichsten Deutschen" finden sich Unternehmerfamilien, Industrielle und viele Newcomer aus der Gründerszene – und natürlich Hochvermögende aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet.

Die "500 reichsten Deutschen": Geschwisterpaar auf Platz vier

Bestplatzierte mit Bezug zur Region sind die BMW-Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt (Auto, Beteiligungen) auf Rang vier. Das "Manager Magazin" weist beide gemeinsam aus und beziffert ihr Vermögen auf 33,3 Milliarden Euro – ein Minus von 2,8 Milliarden gegenüber den 36,1 Milliarden des Vorjahres. Zwei der vier genannten Firmenadressen liegen in Bad Homburg: die Beteiligungsgesellschaften Aqton und Delton. Susanne Klatten wurde im Hochtaunuskreis geboren, ihr Bruder in Frankfurt am Main.

Ebenfalls in Bad Homburg sitzt die zweite Quandt-Linie: Katarina Geller, Gabriele Quandt, Anette May-Thies und Colleen-Bettina Rosenblat-Mo (HQ Trust, Harald Quandt Holding; Beteiligungen, Finanzdienstleistungen) kommen auf Platz 392 und 600 Millionen Euro.

Frankfurter Milliardäre: Gold, Banken, Gebäudedienste

Die Reichsten mit Frankfurt-Bezug sind die Erben von August von Finck (u.a. Degussa Goldhandel; Beteiligungen, Immobilien) mit 6,1 Milliarden Euro auf Rang 36. Andreas und Reinfried Pohl jr. (Deutsche Vermögensberatung; Finanzdienstleistungen) folgen auf Platz 57 und steigerten ihr Vermögen von 3,5 auf 4,2 Milliarden Euro – der größte Zuwachs in der Stadt.

Weiter gelistet sind die Familien Adam, Hückmann, Miosga, Baatz und Nick (Merz; Pharma) mit 1,9 Milliarden Euro auf Rang 135, Elena, Franz und Leonhard von Metzler (Bankhaus B. Metzler) mit 1,2 Milliarden Euro sowie die Familie Wisser (Aveco, Wisag; Gebäudemanagement, Immobilien) mit 1,1 Milliarden Euro.

Superreiche aus dem Rhein-Main-Gebiet

Den größten Sprung der gesamten Liste macht eine Familie aus Südhessen: Die Familie Merck (Pharma, Chemie) aus Darmstadt klettert von 24,5 auf 50,7 Milliarden Euro und steht damit auf Rang drei – der Zuwachs geht allerdings auf eine Neubewertung zurück.

Ebenfalls im Umland: die Familie Messer (Messer Group; Industriegase) aus Bad Soden mit 4,4 Milliarden Euro, die Familie große Broermann (Asklepios Kliniken) aus Königstein mit 3,3 Milliarden, die Familien Gemmer und Klein (Döhler) aus Darmstadt mit 2,5 Milliarden, die Familie Helmut Rothenberger aus Kelkheim mit 1,4 Milliarden, die Familie Gebauer (Mewa; Textildienstleistungen) aus Wiesbaden mit 1,2 Milliarden und die Familie Hankammer (Brita) aus Taunusstein mit 800 Millionen Euro.

Das "Manager Magazin" errechnet seit Jahren die Vermögen der reichsten Deutschen. Bei allen Angaben handelt es sich um Schätzungen; Aktienvermögen wurde nach den Schlusskursen vom 15. September 2026 bewertet. Lange Jahre wurde die Gesellschafterfamilie von Boehringer Ingelheim aus Ingelheim bei Mainz – der neue Spitzenreiter – nicht aufgelistet. Grundlage sei eine entsprechende Vereinbarung gewesen. "Inzwischen ist die Rechtmäßigkeit der Reichenliste von deutschen Gerichten abgesegnet und auch international etabliert, was auch die Gesellschafterfamilie akzeptiert", heißt es seitens des "Manager Magazins".

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