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BMW setzt Abfindungsprogramm aus

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BMW setzt Abfindungsprogramm aus – wegen zu hoher Nachfrage

Von: Richard Strobl

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BMW hat sein Abfindungsprogramm offenbar vorerst gestoppt. Einem Bericht nach gab es zu viele Anfragen. Dies müsse man erst abarbeiten.

München – Die deutsche Autoindustrie hat große Probleme. Besonders VW steckt in der Krise. Bei BMW läuft es im Vergleich dazu noch relativ gut – sieht man einmal vom China-Geschäft ab. Dennoch will man sparen und hat ein großes Abfindungsprogramm gestartet. Das kommt aber offenbar so gut an, dass aktuell zu viele Mitarbeiter aussteigen wollen. BMW musste das Programm deshalb nun wohl zumindest vorübergehend stoppen.

Schon im Sommer hat BMW ein freiwilliges Jobabbauprogramm in allen Bereichen außer der Produktion angekündigt. Weltweit will man nach Angaben aus Unternehmenskreisen knapp 8000 Stellen streichen. Besonders in der Verwaltung und in der Entwicklung sollen Mitarbeiter gehen. Die Organisation in München sei „einfach zu groß“, hatte Konzernchef Milan Nedeljkovic gesagt. Man wolle kleiner und schlagfertiger werden.

BMW stoppt Abfingungsprogramm offenbar vorerst – zu viele wollen weg

Doch schon nach wenigen Tagen musste BMW das Abfindungsprogramm nun stoppen – oder zumindest aussetzen. Das berichtet der BR unter Berufung auf Mitarbeitende des Autobauers. Demnach war die Zahl der Anfragen offenbar so groß, dass man diese Masse bei BMW erst einmal abarbeiten müsse.

Das war schon kurz nach dem Start des Projekts absehbar. BMW hatte Anfang Oktober eine E-Mail zum Start des Programms an seine Mitarbeiter verschickt. Darin: ein Link zu einem Portal, auf dem man sich seine mögliche Abfindungssumme errechnen lassen konnte. Der Betrag hängt etwa vom Einkommen ab und, davon, wie lange man im Unternehmen war. Das Portal brach nach Angaben des Handelsblatts wegen zu vieler Zugriffe zusammen. Das technische Problem konnte man bei BMW dann lösen und die Mitarbeiter gelangten wieder auf die Plattform.

Jetzt hat BMW sein Programm aber offenbar erneut gestoppt. Dem Bericht nach, weil zu viele Mitarbeiter das Abfindungsangebot angefragt hatten. Das könnte demnach daran liegen, dass BMW teils sehr lukrative Angebote mache. Laut BR geht es bei einzelnen alteingesessenen Mitarbeitern um mehrere Hunderttausend Euro. BMW selbst bestätigt dies nicht. Nur, dass das Programm auf sehr großes Interesse gestoßen sei, bejahte man.

Bei BMW rechnet man dem Bericht nach damit, dass das Abfindungsprogramm insgesamt einen dreistelligen Millionenbetrag kosten wird. Ab 2028 soll es sich dann auszahlen und Einsparungen in Höhe von einer Milliarde Euro bringen.

BMW kann sich „gut behaupten“ – nur China-Einbruch verdirbt die Bilanz

Unterdessen steht BMW im Vergleich zur deutschen Auto-Konkurrenz recht gut da. Nur der Markteinbruch in China verdirbt dem Autobauer die Absatzzahlen. Obwohl die Münchner im dritten Quartal in Europa und den USA mehr Autos verkauften als vor einem Jahr, müssen sie auf Konzernebene einen Rückgang von 6,3 Prozent auf 551.072 Fahrzeuge hinnehmen, wie der Konzern mitteilt. Damit schneiden sie aber besser ab als die deutsche Konkurrenz, die Rückgänge zwischen gut 8 und fast 20 Prozent meldet.

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